Ab 11.11 Uhr rollen die Bollerwagen

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Kunterbunter Bollerwagenzug durch die Werdener Altstadt. Foto: Archiv
 
Das markant-fröhliche Logo des Bollerwagenzuges soll das Auge auf die Spendenschweine lenken. Grafik: Eva Maria Hagemann

Der närrische Umzug durch die Werdener Altstadt am Karnevalssonntag wird stattfinden

Die Stadt ist bei öffentlichen Veranstaltungen für die Sicherheit zuständig, nicht zuletzt nach der Love Parade in Duisburg und dem Terror von Berlin. Die erforderlichen Sicherheitsauflagen drohten den Bollerwagenzug durch die Werdener Altstadt auszubremsen.

Doch die waddischen Jecken wollten ihre geliebte Traditionsveranstaltung nicht einfach so aufgeben. Anja Kirchhoff und Ulf Korten hatten kurz vor Ablauf der Frist den Antrag als Veranstalter des Bollerwagenzuges gestellt. Nun gab es bei der Koordinierungsstelle für Veranstaltungen gemeinsam mit Polizei, Ordnungsamt, EBE, Rotem Kreuz und Verkehrssicherung einen 90-minütigen Termin, um das Sicherheitskonzept zu besprechen.

Mit Augenmaß

Hier vermittelten die Verantwortlichen den Werdener Jecken, alles „mit Augenmaß“ betrachten zu wollen, um dieses Brauchtum fortführen zu können. Peter Gabka begleitete die Werdener Delegation und konnte als „alter Hase“ an vielen Ecken und Kanten beraten und unterstützen. Man ging mit dem guten Gefühl auseinander, dass der Bollerwagenzug weiterhin stattfinden kann. Anja Kirchhoff war spürbar erleichtert: „Die mündliche Zusage haben wir, die schriftliche folgt.“ Am Karnevalssonntag, 26. Februar, rollt ab 11.11 Uhr der Zug. Die Feierwütigen stellen sich zunächst auf der Heckstraße neben dem Kita-Neubau auf. Der Verkehr soll so wenig wie nötig beschränkt werden. Daher muss die Dückerstraße frei bleiben, damit die Autos dort nach rechts in die Heckstraße einbiegen können. An der Laufstrecke des Zuges mit Heckstraße, Joseph-Breuer-Straße, Hufergasse, Grafenstraße und wieder Heckstraße bis zum Rathaus werden in der Woche Halteverbotsschilder aufgestellt. Wer dann bis acht Uhr das Auto nicht woanders geparkt ist, wird es konsequent abgeschleppt!

Närrischer Lindwurm

Das Sicherheitskonzept umfasst auch den Aufruf an die Zuschauer, keine Rucksäcke oder große Taschen mit sich zu führen. Nur kleine Jutebeutel zum Einsammeln der Kamelle sind erlaubt. Benötigt werden auch noch mindestens acht Streckenposten, die die notwendigen Absperrungen bewachen. Die Gruppe der „Bollerwagenjecken“ wird den närrischen Lindwurm durchs Städtchen anführen, die anderen zuckeln hinterher. Anja Kirchhoff bittet um Anmeldung der Teilnehmer: „Bitte bis zum 7. Februar bei mir unter kirchhoff-anja@t-online.de anmelden. Ich benötige für jede Wagengruppe einen verantwortlichen Ansprechpartner und die Zahl der Mitlaufenden.“
Da noch Reinigungskosten und eine Versicherung dazukommen, wird der gesamte finanzielle Aufwand wie schon befürchtet bei rund 3.000 Euro liegen. Hier kommt der am 17. Januar gegründete Verein der Freunde und Förderer des Werdener Bollerwagenzuges ins Spiel. Der Förderverein war innerhalb der ersten Tage seines Bestehens schon höchst aktiv, Sparschweine und Plakate mit dem Motiv des Bollerwagens finden sich im Werdener Einzelhandel.

Närrische Idee

Eine tolle närrische Idee hatte Dr. Anke Hemmerle-Kock von der Hirsch-Apotheke. Sie hatte am Sonntag Notdienst. Die dafür jeweils fällige Gebühr durfte gespendet werden, so kamen stolze 185 Euro für den Bollerwagenzug zusammen. Viele Kunden fanden die Idee richtig gut und gaben noch was obendrauf.
Der Förderverein ist postalisch in den Domstuben und auf Facebook unter „www.facebook.com/FFWBollerwagenzug“ zu erreichen. Dort findet sich auch ein Mitgliedsantrag. Der Mindestbeitrag beträgt närrische elf Euro, das Vereins- und Spendenkonto bei der Sparkasse hat die IBAN DE34 3605 0105 0001 6127 79. Vereinsvorsitzender Reinhard Viehausen: „Einige haben schon ihren Mitgliedsantrag ausgefüllt und in den Domstuben abgegeben. Unsere Sammelaktion läuft auch schon prima an. Wir sind noch längst nicht am Ziel, aber sehr zuversichtlich. Wenn Jeder einen kleinen Teil beiträgt, schaffen wir die Summe. Wir freuen uns über jeden Euro!“
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