Ungeschlagen ausgeschieden

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Fast schon symbolisch: Der Werdener Kevin Hougardy kommt hier ins Straucheln. Foto: Bangert
 
Tim Homberg war wieder Antreiber und Torschütze der Löwentaler. Foto: Bangert

Der SC Werden-Heidhausen zeigte Einsatz und Kampfgeist, flog aber trotzdem raus

Das muss man erst einmal schaffen: Der SC Werden-Heidhausen blieb in allen Spielen der Essener Hallenstadtmeisterschaft ungeschlagen. Und schied dennoch aus…

Hallencoach Fabian Papierok hatte diesmal Jan Hicking und Marius Neef neu ins Team genommen. In der Sporthalle Löwental hatten die Werdener eine höchst anspruchsvolle Gruppe zugelost bekommen. Der SC Werden-Heidhausen hatte zum Auftakt den Freizeitligisten Essener FC vor der Brust. Die Rollen waren verteilt: der Hausherr war auf einen möglichst deutlichen Sieg erpicht, der FC wollte nur irgendwie nicht untergehen. Mit Mann und Maus wurde der Kasten verriegelt. Die erste Chance hatte Marius Neef, der am Torhüter scheiterte. Aber Kevin Hougardy setzte nach und erzielte im zweiten Versuch die Führung. Bis dahin war der EFC kaum über die Mittellinie gekommen. Doch plötzlich verlor den SC völlig den Faden. Der Gegner kam auf, ohne jedoch Torgefahr zu produzieren. Plötzlich jedoch träumte die SC-Abwehr, ein EFCler hielt einfach mal drauf, das Leder zischte zum 1:1 ins Netz. Betretenes Schweigen in der Halle. Verzweifelte Werdener Angriffe verpufften, der Auftakt war in den Sand gesetzt.

Um jeden Fußbreit gefightet

Alles aus? So schnell gab sich der SC nicht geschlagen. Bezirksliga-Spitzenreiter BG Überruhr ging zwar in Führung, dann aber fighteten die Löwentaler um jeden Fußbreit des Hallenbodens. Im Anschluss an einen Eckstoß schnappte sich Tim Homberg das Leder und glich aus. Torhüter Malte Schempershofe fing den Ball, warf schnell ab auf Jan Hicking. Der bediente Heiko Wirtz, der zum 2:1 traf. Die Sensation lag in der Luft. Als Matthias Bednarski mit Ellbogencheck gefoult wurde, hatte der Unparteiische nicht hingesehen. Das Meckern hörte er sehr wohl, werden musste in Unterzahl weitermachen. Die überstand der Lokalmatador, fing sich kurz vor Schluss aber doch noch den 2:2 Ausgleich. Gegen den Landesligisten FC Kray brannten die krassen Außenseiter ein Feuerwerk an Einsatz und Kampfgeist ab. Der technisch hoch überlegene Favorit ging in Führung. Doch Jan Hicking sah Tim Homberg, der egalisierte. Wenig später stand Hicking völlig ungedeckt am zweiten Pfosten und schob zum umjubelten 2:1 ein. Fast sofort fiel das 2:2, Kray legte das 3:2 nach. Doch Werden war jetzt nicht mehr zu bremsen und schaffte 21 Sekunden vor der Sirene durch einen Bandentreffer von Heiko Wirtz das Remis. Mit bangem Blick wurden nun die weiteren Gruppen beäugt, denn zwei Gruppendritte konnten sich für die Zwischenrunde qualifizieren. Bis zum letzten Spiel des Abends war noch alles drin. Doch dann schnappte sich Bezirksligist Mintard den letzten verbleibenden Platz im Starterfeld und Werden war draußen. Somit war bei den 24. Essener Hallenstadtmeisterschaften schon nach der Vorrunde die Endstation erreicht.
Auf dem Feld wird nun eifrig an der richtigen Form für eine erfolgreiche Rückrunde gebastelt. Zum Testen geht es am Donnerstag nach Kray-Leithe, der dortige Bezirksligist Winfried ist eine extrem spielstarke Truppe mit vielen Spielern, die schon höher kickten.
Die Werdener Damen nehmen am Sonntag an der Hallenstadtmeisterschaft teil. In der Vorrunde sind ESG 99/06, RuWa Dellwig, Sportfreunde 07, TuS Essen-West 81 und DJK Mintard die Gegner.

So rollts Leder

Donnerstag, 18. Januar
19.15 Uhr: Winfried Kray gegen SC Werden-Heidhausen I, Wendelinstraße.
Sonntag, 21. Januar
Ab 10.30 Uhr: SC Werden-Heidhausen Damen bei der Hallenstadtmeisterschaft, Sporthalle Haedenkampstraße.
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