Wer gewinnt das Derby?

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SC-Coach Danny Konietzko lässt sich von Thomas Wortmann die Zukunftspläne erläutern. Foto: Henschke
 
André Bausch, Erfolgstrainer des Doppelaufsteigers SG Werden 80. Foto: Archiv

Das erste Aufeinandertreffen der Werdener Fußball-Rivalen nach über zwölf Jahren Pause


Das gab es schon lange nicht mehr. Es war noch am ehrwürdigen Volkswald, als zum letzten Mal die Erstvertretungen der SG Werden 80 und des SC Werden-Heidhausen aufeinander trafen. Nun steht im Löwental am Sonntag um 15 Uhr nach über zwölf Jahren Pause die Neuauflage an.



Damals siegte der SC mit 10:0 gegen ein überfordertes Team der 80er, welches nach dem Abstieg aus der Bezirksliga völlig neu mit iranischen Spielern formiert worden war und nicht mithalten konnte. Auch diesmal ist mit dem SC einer der Kontrahenten frisch aus der Bezirksliga abgestiegen. Doch die Vorzeichen sind völlig andere. Zumindest wenn man Thomas Wortmann Glauben schenkt.

„Sportliche Entwicklung fortsetzen“

Wortmann kümmert sich seit September beim SC Werden-Heidhausen darum, die finanziellen Spielräume dort zu erweitern. Erste Gespräche mit Interessenten etwa für Bandenwerbung im Sportpark Löwental laufen gut an, es soll auch zukünftig wieder eine Sponsorentafel geben, auf der man sich für „kleines Geld“ verewigen kann. Auch sind erste Events geplant. Am 9. Dezember steigt im neuen Vereinsheim die offizielle Weihnachtsfeier der Seniorenabteilung des SC Werden-Heidhausen. Es gibt Musik vom DJ und ein rustikales Buffet. Auch soll die schöne Tradition der Sommerfeste zur Saisoneröffnung wieder aufgenommen werden. Wortmann plant mit namhaften Gegnern: „Wir haben einiges vor, müssen aber natürlich erst abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Letztendlich können wir die zuletzt gute sportliche Entwicklung nur dann fortsetzen, wenn wir finanziell mithalten können. Obwohl unser Club einer der größten in Essen ist, obwohl wir eine sehr gute Nachwuchsarbeit haben: Das allein reicht nicht.“ Thomas Wortmann möchte auch erreichen, dass wieder mehr Zuschauer ins Löwental kommen: „Wir wollen wieder den Werdener Lokalpatriotismus wecken. Unser Kader besteht aus vielen Eigengewächsen, sie bieten attraktiven Offensivfußball, da lohnt es sich, zu den Spielen zu kommen.“

Wer gewinnt das Derby?

Auf das Derby angesprochen, wird schnell klar: Der Mann ist nicht zu beneiden. Mit beiden Trainern befreundet, wäre eigentlich jeder Prognose ein Affront. Dennoch wagt Wortmann einen Versuch: „Ich habe für beide Clubs gespielt, ein Tipp fällt mir daher sehr schwer. Die 80er haben eine bärenstarke Offensive, aber ich glaube, dass der SC mit 2:1 gewinnt.“
Trainer Danny Konietzko lässt sich von Wortmann die Pläne zur Zukunft seines SC Werden-Heidhausen zeigen und freut sich aufs Derby, möchte aber eigentlich keinen Vergleich mit dem anderen Werdener Club ziehen: „Das sind doch völlig verschiedene Konzepte. Auf der einen Seite steht ein Verein mit 25 Teams, auf der anderen ein Verein mit einer einzigen Mannschaft. Das sagt doch alles.“ Trainerkollege Bausch ist ein alter Weggefährte, man kennt sich, man schätzt sich: „Ich weiß, dass André ein großer Freund des Understatements ist. Doch er hat da einige Jungs mit hoher individueller Qualität, diese Spieler würden auch bei uns in der Startelf stehen. Ich sehe die 80er am Ende unter den ersten Sechs. Wir sind der Favorit im Derby, aber dafür müssen wir aber auch alles tun. Ich bin von meiner Mannschaft überzeugt: Wir gewinnen!“


"Favoritenrolle klar verteilt"

André Bausch, seines Zeichens Erfolgstrainer des Doppelaufsteigers SG Werden 80, gibt Konietzko nur zu gerne recht: „Die Ergebnisse sprechen ja nun mal für sich, gegen die oberen Teams gab es für uns nix zu holen. Wir sind die einzige Mannschaft der Liga, die keinen Cent für ihre Leistungen erhält. Von daher können wir mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden sein. Da ist es bei Werden-Heidhausen doch schon ganz anders, die Favoritenrolle ist für jeden klar ersichtlich. Wir werden aber natürlich alles dafür tun, um es dem Lokalrivalen so schwer wie möglich zu machen, auch wenn wir gerade im Defensivbereich zu viele Ausfälle zu verzeichnen haben.“
Bausch sieht auch beide Mannschaften sehr differenziert: „Werden-Heidhausen muss den Anspruch haben, mindestens den zweiten Platz zu erreichen. Wir dagegen feiern jeden Punkt und manchmal auch dann, wenn wir gar keinen geholt haben. Wir freuen uns auf ein intensives und faires Derby, werden alles in die Waagschale werfen und sehen, was am Ende dabei heraus kommt.“
Bausch wäre nicht Bausch, wenn nicht noch eine Spitze in Richtung Konietzko folgen würde. Er kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen: „Wir sind ja Gastgeber und wir wissen um die Auswärtsschwäche von Dannys Mannschaft. Darin sehen wir unsere Chance!“
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