„Du siehst mich“

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Die Teilnehmer des Maskenworkshops sind stolz auf ihre Kunstwerke.

Masken mit Federn hängen von der Decke, bunte Leinwände an der Wand. Ausgestellte Fotografien und glitzernde T-Shirts. „Immer neu, immer anders, immer bunt“, sagt Klaus Krapf, Jugendreferent des Kirchenkreises Essen. In das zwölfte Jahr geht die Kunstaktion für Kinder und Jugendliche. Vier Einrichtungen haben teilgenommen. Unter anderem war das Aposteljugendhaus auf der Mülheimer Straße 68 mit dabei und bot gleich drei verschiedenen Workshops für die jungen Künstler an.

„Es sind alles Kunstwerke und ihr seid alle Künstler“, begrüßt der Jugendreferent die 100 Kinder am 13.04.2017 bei der Vernissage in der Marktkirche, am Markt 2 in Essen. Bei der anfänglichen Fragerunde berichten die acht bis sechzehnjährigen von unterschiedlichen Eindrücken der Aktion. Manchen sei es ganz leicht gefallen und die Ideen seien nur so in den Kopf gesprudelt. Andere mussten darüber nachdenken, dann sei der Rest wie von selbst gekommen. „Man muss es ernst nehmen und als Kunst anerkennen. Für die Kinder ist es wichtig, dass sie ihre Fantasie umsetzen und zu Papier bringen“, sagt Krapf.

Der Ablauf

Zur Auftaktveranstaltung kamen alle Künstler im Haus der Kirche zusammen. Getreu dem Thema „Du siehst mich“ sei dort über Sinnesorgane gesprochen worden. „Dann wurde in den Workshops des jeweiligen Hauses gearbeitet“, erzählt Lydia Kellermanns, Jugendleiterin im Aposteljugendhaus. Im Aposteljugendhaus konnten die Kinder und Jugendlichen sich zwischen dem Fashion-, Masken- und Fotoworkshop entscheiden. Neun Erwachsene bestehend aus Workshopleitern, Helfern und Hauptamtlichen unterstützten die 27 Teilnehmer bei ihren Kunstwerken. Für das kulinarische Wohlbefinden und ausreichend Kraft sorgte ein Küchenhelfer.

Die Künstler

Adnan und Enisa haben am Maskenworkshop teilgenommen. „Wir mussten unser Gesicht mit Vaseline einschmieren. Danach habe ich den Gips bei meiner Cousine verteilt und sie bei mir“, erzählt Adnan. Der junge Kreative hat die Außenansicht seiner Maske „dunkle Nacht und heller Tag“ genannt. Passend dazu ist die eine Hälfte schwarz mit einem Stern und die andere Hälfte hellblau mit einer Sonne. Die Innenansicht „Triceratops“, wörtlich übersetzt Dreihorngesicht, hat Adnan nach seiner Vorstellung des Dinosauriers gestaltet. Mohammed wusste direkt, wie seine Maske aussehen sollen – schwarz, gelb mit Federn. „Es hat so viel Spaß gemacht. Nächstes Jahr möchte ich wieder dabei sein.“ „Kinder haben ihre eigene Vorstellung der Welt. In verschiedenen Werkstoffen und durch unterschiedliche Formen zeigen sie ihre Art von sehen und gesehen werden“, erklärt Klaus Krapf. Bis zum 05.05.2017 können die Kunstwerke in der Marktkirche begutachtet werden.
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