Ein neuer Lebensabschnitt

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Nach 26 Jahren im Dienst der Evangelischen Gemeinde Frohnhausen geht Pfarrer Helmut Walter in den Ruhestand.
Pfarrer Helmut Walter aus Frohnhausen wird verabschiedet



Es war eine lange Zeit, nun ruft der wohlverdiente Ruhestand: Pfarrer Helmut Walter verlässt nach 26 Jahren die Evangelische Kirchengemeinde Frohnhausen. Sein Abschied wurde nun in der Markuskirche zelebriert.


Voll war das Gotteshaus an diesem besonderen Gottesdienst. Dieser begann anstatt am Vormittag um 15 Uhr und neben zahlreichen Gemeindemitgliedern war ebenfalls das Presbyterium anwesend, um Helmut Walter einen guten weiteren Weg im Ruhestand zu wünschen.
„Helmut Walter war mit ganzem Herzen Pfarrer“, erklärt das Presbyterium. „Sei es in den unzähligen und vielfältigen Gottesdiensten, bei seiner Arbeit mit Kindern, aber auch bei der Begleitung von Senioren. Wir danken ihm ganz herzlich für seinen engagierten Dienst in unserer Gemeinde.“

Pfarrer auf Umwegen

Seinen Beruf als Pfarrer fand Helmut Walter über Umwege - als junger Mann besuchte er verschiedene Schulen, erwarb schließlich die Fachhochschulreife und studierte in Düsseldorf Religionspädagogik, um daraufhin als Lehrer tätig sein zu können.
Als er jedoch das Studium absolviert hatte, wurden Religionspädagogen nicht mehr in den Schuldienst übernommen. Auch Kirchengemeinden hatten keinen Bedarf – also studierte der evangelische Theologe in Bochum und Wuppertal, absolvierte seine Vikariat in Altendorf und wurde Pfarrer im Probedienst in Holsterhausen.
Im Juli 1991, im Alter von 37 Jahren, wurde er in der Apostelkirche in seinen Dienst als Pfarrer in Frohnhausen eingeführt.

Weiterhin in Seniorenarbeit tätig

Der Gottesdienst selbst diente zugleich dazu, Walter von seinen Aufgaben und Pflichten als Pfarrer zu entbinden. Diese Aufgabe übernahm Heiner Mausehund, Scriba des Kirchenkreises, nicht jedoch bevor er Walter noch die besten Wünsche mit auf den Weg gegeben hatte.
„Helmut Walter hat im Laufe seiner Jahrzehnte hier viele Menschen seelsorgerisch begleitet, hat gerne Hausbesuche gemacht und mit den Gemeindemitgliedern Freud und Leid geteilt“, so Mausehund. „Neben seinen traditionellen und modernen Gottesdiensten war er sehr engagiert in der Kindergottesdienstarbeit im Kindergarten und beim religionspädagogischen Arbeiten. Viele der Anwesenden werden sich zudem an die ausgeprägte Seniorenarbeit erinnern, die ihm am Herzen lag. Seine Stärke lag vor allem darin, dass er die Menschen im Glauben nicht bevormunden, sondern ihn finden lassen wollte.“

Helmut Walter bleibt Frohnhauser

Früher war es Vorschrift, dass Pfarrer im Ruhestand den Ort, an dem sie tätig waren, verlassen mussten. Dies hat sich über die Zeit jedoch geändert und daher wird Walter Frohnhausen nicht den Rücken kehren: Eine Wohnung in Frohnhausen hat er schon gefunden und von da aus kann er sogar seine Kirche sehen. Beibehalten wird er außerdem sein Ordinationsrecht und er wird weiterhin in der Adolphi-Stiftung Senioren in Seelsorge und Andachten als Pfarrer zur Seite stehen.
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