Frohnhauser Jahrhundert-Markt-Geheimnis

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Andreas Koch, Vorsitzender Landesverband Markt- und Schausteller. Foto: Schattberg
 
Marktobmann Wolfgang Dotten. Foto: Gohl
„Wir verschenken Herzchen beim Reinbeißen…“ Händler über Einzigartiges - Neuer "Schatz" in der Tiefe!


Der 102-jährige Markt in Essen-Frohnhausen ist zäh. Zwei Weltkriege überstand er. Und Orkan Ela. Die Menschen und ihr Einkaufsverhalten haben sich geändert. Auch der Stadtteil. Trotzdem, dienstags, donnerstags, samstags zieht der über Hundertjährige Kinder wie Erwachsene zum Einkaufen bei Wind und Wetter an. Wieso? Händler über das Besondere am Markt.

Fakt ist, die meisten Marktbesucher kommen nicht vierrädrig - sondern zwei-beinig.

Was ist der Magnet am Markt?

Ein mit allen Wettern gewaschener ist Wolfgang Dotten. Der Marktobmann steht seit 42 Jahren auf dem Markt. Bei Eis, Regengüssen, Blitz, Donner, Hagel, Hitze. Wieso lohnt es sich, gerade hier auf freier Fläche, einzukaufen? Markt-Urgestein sekundenschnell: „Der besondere Reiz liegt darin, dass Händler versuchen, den Leuten Ware von hoher Qualität zu verkaufen. Individuelle Beratung der Kunden hebt uns von anderen Verkaufsformaten ab. Das persönliche Gespräch, somit können auch Sonderwünsche erfüllt werden.“

Andreas Koch, Vorsitzender Landesverband Markt- und Schausteller, kundiger „Markt-Hase“ seit über 30 Jahren, immer bester Laune: „Weil wir hier die echte Frische haben: Händler mit kurzen Anfahrtswegen, vom Großmarkteinkauf direkt zum Markt; persönliche Bedienung, Kommunikation vor Ort, Vielfalt. Wenn man in unsere Waren beißt, erscheinen kleine Herzchen, mit so viel Liebe zum Detail wird auf dem Markt gearbeitet.“

Zum besonderen Einkaufserlebnis sprudelt Händlerin Bine Hess raus: „Dazu könnte ich 5 DIN A 4 Seiten erzählen. „Der Markt hat einfach Tradition seit mehr als 100 Jahren. Es sind immer dieselben Anbieter vor Ort - mit Ausnahmen natürlich. Das schafft Vertrauen bei den Kunden. Sie bekommen immer frische Produkte aus der Region. Es ist geht dort sehr persönlich und familiär zu. Man kennt sich.“
Höchstwichtig! „Viele Menschen sind allein, sehr einsam. Sie kommen auf den Markt, eben weil es dort sehr persönlich ist. Man spricht mit den Kunden das ein oder andere Wort, lacht, scherzt mit ihnen. Wenn sie dann eingekauft haben, tragen sie ein Lächeln im Gesicht, weil man beispielsweise einfach nur gefragt hat, wie es ihnen geht oder was der kranke Mann bzw. die Frau macht. Zu fast jedem Kunden haben wir eine persönliche Beziehung! Das hat man im Supermarkt nicht. Dort geht alles immer nur schnell, schnell. Dort weiß kaum jemand, wie der Kunde heißt, es sei denn, er bezahlt mit EC Karte. Viele Kunden kommen und winken schon von weitem, wenn sie auf meinen Stand zukommen, so freuen die sich. Das treibt einem Tränen in die Augen. Bei vielen Kunden ist es so, dass man schon gar nicht mehr zu fragen braucht was sie möchten; man weiss es einfach.“

Nur beim Wort „Markt“ geht bei Blumenhändlerin Christiane Lübbers die Sonne auf. „Ich liebe ihn. Weil wir darauf jahrzehntelang generationenübergreifend stehen. Erst die Schwiegereltern, jetzt ich. Über 30 Jahre.“
Das Besondere? „Die Kundschaft, die fröhliche Art der Kunden. Auch die Gemeinschaft der Kollegen ist klasse. Das Binden der Sträuße etwas Einzigartiges. Ich gehe auf jeden Kundenwunsch ein; somit erhält jeder Käufer ein Unikat, nichts Vorgefertigtes. Klar, darum sind Haltbarkeit, Frische garantiert.“

Neuer edler Schatz am Markt
Bezirksbürgermeister Klaus Persch besorgte über seine Netzwerke eine Edelstahl-BODEN-HÜLSE für den größeren Tannenbaum auf dem Frohnhauser Erlebnismarkt. Später zu verwenden für Maibaum oder Gewerkenbaum. Die Hülse "ruht" unterirdisch.
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1 Kommentar
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 04.12.2014 | 20:44  
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