Essen ist meine grüne Heimat

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Klaus Persch - schon seit seiner Kindheit ein Essener (Foto: Privatfoto von Klaus Persch)
 
Auf Juist erholt sich der Bezirksbürgermeister von der Hektik der Stadt (Foto: Privatfoto von Klaus Persch)

Bezirksbürgermeister Klaus Persch gibt Einblicke in sein Privatleben und räumt dabei mit Vorurteilen über den „Kohlenpott“ auf

„Essen ist viel grüner als die Meisten denken“, beschreibt Klaus Persch seine Heimatstadt. Der Ausblick von seiner Dachterrasse in Frohnhausen bestätigt seine Aussage. Aber auch die Terrasse und der Balkon selbst wirken wie ein kleiner Garten. Blumen, kleine Büsche, Wein und Salatbeete zeigen die Verbundenheit des Bezirksbürgermeisters zur Natur. „Ich selber habe keinen grünen Daumen“, lacht Klaus Persch. Die Aufgabe übernimmt dann seine Lebensgefährtin Jutta Pentoch, man muss sich schließlich gut ergänzen können. Dass Essen schon lange nicht mehr den Vorurteilen über den „Kohlenpott“ entspricht, nimmt der sympathische Rentner bei seinen ausgiebigen Fahrradtouren – natürlich immer mit Helm- besonders intensiv wahr. Zweimal die Woche genießt er die Natur auf seinem Weg von Frohnhausen zum Mühlheimer Flughafen, zur Ruhr, nach Kettwig, Werden, Kupferdreh und Heisingen und von dort aus wieder zurück nach Hause. Dabei legt er eine Strecke von knapp 50 km zurück und schätzt dabei besonders die Ruhe und Zeit für sich, etwas, was ihm auch an seinen regelmäßigen Urlauben auf Juist gefällt. „Viele sagen, auf Juist ist ja nichts los, aber genau deshalb fahren wir ja dorthin“, erzählt der begeisterte Radfahrer. Seine Liebe zu Essen und zur Natur spiegelt sich dann auch in den zahlreichen Fotos in der Etagenwohnung wieder, die das Paar in seinen Urlauben geschossen hat. „Gemeinsam suchen wir dann die schönsten Fotos aus“, meint Klaus Persch.

Die Gemeinsamkeit als Mittelpunkt


Gemeinsamkeit scheint ein wichtiger Bestandteil der Beziehung zu sein. Denn wie er selbst, ist auch seine Lebensgefährtin politisch im Rat der Stadt engagiert. „Da kommt es schon vor, dass wir bereits beim Frühstück wieder beim Thema Politik sind“, sagt der Bezirksbürgermeister. Die Unterstützung der Familie für sein politisches Engagement ist dem dreifachen Vater sehr wichtig, denn da ist er immer mit Herzblut dabei. Besonders interessant findet er dabei die Vielschichtigkeit der Bevölkerung und deren Probleme. Jeder Stadtteil sei unterschiedlich, aber jeder habe seine schönen Ecken, sagt der stolze Essener. In die Politik ist er durch seinen Vater, der damals Bezirksvorsteher war, hineingewachsen. Seit dem ist er nicht nur für die SPD aktiv, sondern ist auch mit organisatorischen Aufgaben der AVO betraut. Dass da wenig Möglichkeiten für andere Freizeitaktivitäten bleibt, ist gut verständlich. Wenn er neben der Politik und seinen Fahrradtouren noch Zeit findet, so findet man ihn beim Lesen eines guten Krimis, wie der Stieg-Larsson Trilogie oder aktuell „Der Zirkel“. Auch die Familie bekommt ihren Platz in der Freizeitgestaltung. Klaus Persch sieht sich selbst als Familienmensch, der sich in der Gesellschaft seiner drei Kinder und Enkel wohlfühlt.

59 Jahre Frohnhausen


Zwei seiner Kinder leben heute in Köln und ein Sohn ist in Essen geblieben. Der Bezirksbürgermeister selbst ist seit seiner Geburt in Essen ansässig. Kindheit und Schulzeit hat er in Frohnhausen und Altendorf verbracht. „In der Schule war ich eher ein Spätzünder“, erinnert sich der ehemalige Hauptschüler. Gerne sei er nicht zur damaligen Kronenbergschule (heute: Bodelschwingh-Schule) in Altendorf gegangen. “Später hab ich das ein wenig bereut“, sagt der Vater und Großvater. Denn sein Interesse für Mathe und Physik motivierte ihn, sich in verschiedenen Abendschulen weiterzubilden. Schließlich wird er Industriemeister und Werkststattleiter im heutigen Colloseum Theater. Der Beruf war dann auch der einzige Grund, um Essen für vier Jahre zu verlassen. Diese Zeit verbrachte Klaus Persch mit Turbinenaufbau in Algerien. „Algerien ist ein schönes Land und man lernt Ressourcen wie Wasser wertschätzen“. Seinen Aufenthalt in Algerien beschreibt er als wichtige Lebenserfahrung und doch kehrte der heute 63 jährige wieder in seine Heimatstadt zurück. In seinen Augen hat Essen den Wechsel von einer Industriestadt zu einer Dienstleistungsstadt gut geschafft und zeichnet sich durch die viele Natur und seine offenen und ehrlichen Menschen aus. Daher kommen zu den 59 Jahren, die er nun in Essen wohnt, bestimmt noch einige dazu.


Der West Anzeiger stellt in einer Serie die Mitglieder der Bezirksvertretung III Essen-West vor.
Im Rahmen der alle 5 Jahre stattfindenden Kommunalwahlen wird in jedem der 9 Essener Stadtbezirke eine Bezirksvertretung mit 19 Mitgliedern direkt von der Bürgerschaft gewählt. Vorsitzende bzw. Vorsitzender und gleichzeitig Repräsentant des Stadtbezirks ist die Bezirksbürgermeisterin bzw. der Bezirksbürgermeister. Beschlüsse der Bezirksvertretungen werden in öffentlicher Bezirksvertretungssitzung, an der jeder als Zuhörer/in teilnehmen kann, gefasst.
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