Klaus-Peter Wolf hält sein Versprechen

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Klaus-Peter Wolf liebt es im Strandkorb zu sitzen und seine Ideen in eine Kladde zu schreiben. Dabei tauchte immer wieder dieser Dr. Sommerfeldt auf. Gebildet, charmant und gefährlich. Wolf erlag der Faszination für diese Figur und ihrer Sicht auf die Welt und bekam Lust, für Ann Kathrin Klaasen einen raffinierten Gegenspieler zu entwerfen. Foto: Gaby Gerster
Gelsenkirchen: Musiktheater im Revier |

Als der gebürtige Gelsenkirchener Klaus-Peter Wolf im März im ausverkauften Kleinen Haus des MiR aus seinem neuesten Ostfriesenkrimi mit dem Titel „Ostfriesentod“ las, versprach er seinen Fans, dass sie nicht bis zum nächsten Februar auf einen neuen Mordfall in Ostfriesland warten müssen. Und er hat Wort gehalten!

Totenstille im Watt

Gerade erscheint „Totenstille im Watt - Sommerfeldt taucht auf“ und mit ihm wird eine neue Figur aus der Taufe gehoben. Denn mit Dr. Bernhard Sommerfeldt hat Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen einen richtig fiesen neuen Gegenspieler erhalten.
Und das noch dazu vor ihrer eigenen Haustür, denn Sommerfeldt lebt und tötet in Norddeich und macht Ostfriesland damit um einiges gefährlicher.
Denn hinter dem selbsternannten Mediziner steckt mehr als der hilfsbereite und jederzeit erreichbare Arzt, der seinen Mitarbeitern den doppelten Tariflohn zahlt, der immer ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Patienten hat und der kein Problem damit hat ihnen mittels einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eine kleine Auszeit zu bescheren. Sommerfeldt ist von Grund auf böse!
Doch Sommerfeldt ist gut darin, sein wahres Ich zu verstecken. Seine Vergangenheit ist ein Rätsel, er taucht einfach auf und wird akzeptiert. Keiner stellt ihm Fragen oder seine selbst erfundene Identität in Frage.
Freunden der Ostfriesenkrimis, die sich noch dazu an der Nordseeküste und im speziellen in Norden und Norddeich auskennen, könnten sich beim Lesen dann und wann die Haare zu Berge stellen, denn wenn Sommerfeldt an den ihnen bekannten Orten zuschlägt, geht es dem Leser schon durch und durch.
Wer die Ostfriesenkrimis liebt, der sollte sich „Totenstille im Watt“ nicht entgehen lassen und das nicht nur, um die lange Wartezeit bis zum Februar 2018 zu überstehen, sondern auch um sich schon mal auf den Urlaub an der Küste einzustimmen. Denn der Gruseleffekt dürfte nicht lange auf sich warten lassen, wenn man auf den Spuren von Dr. Bernhard Sommerfeldt durch Norden und Norddeich wandelt.
An dieser Stelle sei schon einmal verraten, dass Sommerfeldt weiterhin sein Unwesen treiben wird, denn er wird nicht gefasst. Der geneigte Leser sieht also: Die Gefahr lauert immer und überall.
Und zwar nicht nur an der Nordseeküste, denn es zieht Sommerfeldt auch in die Anonymität der Metropole Ruhr und damit ganz dicht in unsere Nähe. Man kann ihm quasi gar nicht ausweichen, nicht im Urlaub und auch nicht Zuhause.
Klaus-Peter Wolf weiß, was seine Leser lieben und hat mit Dr. Bernhard Sommerfeldt wieder einmal genau den richtigen Nerv getroffen.
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