Freies Internet für alle rund um die Hauptstraße

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Ob im Stehen oder Sitzen, ob mit dem Handy oder dem Laptop: Ab sofort können Bürger rund um die Hauptstraße kostenlos im Internet surfen. Entscheidend ist vor allem immer der Aufkleber (hier rechts auf dem Laptop), der auf freizugängliches Internet in der Nähe hinweist.
 
Mit der Hauptstraße im Rücken: Die Immobilien- und Standortgemeinschaft Hauptstraße freut sich ab sofort in ihrem Quartier über kostenloses Internet für alle Passanten.
Gelsenkirchen: Café Faber |

Das „Quartier Hauptstraße“ ist um eine Attraktivität reicher. Ab sofort können Passanten in der Stadt mit ihrem Handy oder Laptop ohne anfallende Kosten im Internet surfen.

Vom Margarethe Zingler Platz (Hauptmarkt) bis zur evangelischen Alstadtkirche, vom Hans-Sachs-Haus bis zur Gabelsberger Straße und bis zum Grünen Büro in der Ebertstraße ist das W-LAN-Netz „Freifunk“ bereits für alle Interessierten frei verfügbar. „Als nächstes wollen wir das Netzwerk in Richtung Ahstraße und Musiktheater ausbauen“, erklärt Axel Oppermann von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Hauptstraße.

Freifunk Rheinland hilft bei der Umsetzung

Mit der technischen Unterstützung und dem Wissen von „Freifunk Rheinland e.V.“ stellen Geschäfte und Privatpersonen ihre Räumlichkeiten und den Strom zur Verfügung, um Internet-Router oder -Repeater mit ihren Signalen anzuschließen. Dadurch ensteht ein eigenes Netzwerk, das den kostenlosen Zugang ins Internet garantiert. Und ebenso auch die Sicherheit.

„Wir haben auf allen Geräten eine eigene Software programmiert, die nicht veränderbar ist und zusätzlich zu den vielen privaten Netzwerken von privaten Haushalten in der Umgebung ein zweites Netzwerk erstellt. Der Internetverkehr wird somit direkt in ein Datennetz von Freifunk Rheinland weitergeleitet, so dass auch kein Geschäft oder keine Privatperson für eventuelles Zuwiderhandeln im Internet strafrechtlich verantwortlich gemacht werden kann“, erklärt Philip Bendroth von dem Verein, der mit dem Aufbauen dezentraler Netze keine kommerziellen Interessen verfolgt und nur von Spenden und Mitgliedsbeiträgen lebt - wobei keiner, der von der Arbeit von Freifunk Rheinland profitieren will, Mitglied werden muss.

Das Besuchen problematischer Seiten oder geschweige denn Herunterladen von Daten könnte also überhaupt nicht auf eine bestimmte Adresse in der City zurückverfolgt werden. Die gedrosselte Bandbreite sorgt sowieso dafür, dass einfaches Surfen, das schnelle Nachschlagen in Suchmaschinen oder das Chatten mit Freunden im Vordergrund steht/stehen soll.

17 Router rund um die Hauptverstraße verteilt

17 Router oder Repeater wurden schon rund um die Hauptstraße verteilt, die jeder für sich je nach Gegebenheiten (Wände, Bäume, Häuser, Gegenstände) eine Reichweite von 20 bis 300 Meter haben. In Restaurants, Cafés, bei einem Arzt, einem Optiker, den „Grünen“, zwei Privatpersonen und vielen mehr. Die Kosten sind überschaubar: Von 20 bis maximal 80 Euro sind Internet-Router zu kaufen - einmalig.

Die bekannten „Hotspots“ in der Stadt sollen damit nicht ersetzt geschweige denn vertrieben werden. „Die wollen wir nicht ersetzen. Wir wollen eine Alternative geben und einen Netzausbau vorantreiben, wo es ihn noch nicht gibt. Sprich freier Funk für freie Bürger ohne Kosten, so dass das Ganze auch eine soziale Komponente hat. Schließlich kann sich nicht jeder Internet leisten“, so Bendroth weiter.

Die ISG erhofft sich natürlich ihren eigenen Effekt. „Hier wird zum einen das Engagment der Bürger und Geschäfte mit den Interessen der ISG gekoppelt, um die Quartiere abzudecken. Und zum anderen steckt durchaus auch ein Charity-Gedanke dahinter und natürlich die Werbung fürs eigene Viertel. Der Leerstand hier ist immer noch fürchterlich, aber das ist ein Anstoß für mehr Attraktivität“, hofft Heinz Niski von der ISG.
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1 Kommentar
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Heiko Müller aus Gelsenkirchen | 07.11.2014 | 11:18  
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