Tolle Feier dank Spenden - Adventsfeier für die Beschäftigten von Wellpappe und Familie

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Die bisherigen Spenden wurden für eine wunderbare Adventsfeier ausgegeben, die besonders die Kinder erfreute. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Evangelisches Gemeindehaus |

Weihnachten sollte als Fest erlebbar sein – auch für die Beschäftigten der Firma Wellpappe und deren Familien.



Industrie- und Sozialpfarrer Dieter Heisig erinnert an die 96 betroffenen Mitarbeiter: "Sie sind dort ohne Vorwarnung von ihrer Arbeit ausgesperrt worden. Es drohte die Situation, ohne Geld in die nächsten Monate gehen zu müssen, weil der Firmeninhaber es so wollte. Bei diesem skandalösen Vorgehen konnten wir nicht tatenlos zusehen!"
Deshalb rief der Evangelische Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid kurz nach dem Bekanntwerden zu einer groß angelegten Spendenaktion für die Beschäftigten auf. Diese konnte ausgesetzt werden, da inzwischen das Insolvenzgeld zugesichert worden war. In der Zwischenzeit wurde trotzdem bereits Geld gesammelt. Angestoßen durch Barbara Öhmichen (Bündnis 90/Die Grünen) kamen in kürzester Zeit 585 Euro bei einer gewerkschaftlichen Jubilarfeier zusammen. "Hier wollten und mussten wir doch schnell und solidarisch handeln", so die ehemalige Verdi Sekretärin.
Eine weitere Spende wurde anonym bei der Mahnwache im Zelt am Werkstor abgegeben. Mit diesen Geldern gestalteten Heisig und Öhmichen Mitte Dezember im Evangelischen Gemeindehaus in Heßler, Grimmstraße1, eine Adventsfeier für die Familien der Belegschaft. An diesem Nachmittag standen vor allem die Kinder der Beschäftigten im Mittelpunkt und wurden in das adventliche Licht dieser Tage gerückt.
Dazu Heisig: "In großer Runde können beim Singen und Erzählen die Sorgen vielleicht wenigstens für kurze Zeit ein wenig klein gehalten werden. Es ist nicht einzusehen, dass eine solche perfide Entscheidung eines Fabrikbesitzers auch noch die Weihnachtsfreude der Kinder trübt." Das findet auch Bodo Steigleder, der Vorsitzende des Betriebsrates: "Wir freuen uns über die Unterstützung und die Solidarität, die hier zum Ausdruck kommt!"
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