Frau Dr. Hendricks´ (SPD) widersprüchliche Einstellung zu Glyphosat

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Derzeit stellt sich die SPD als Retter der Natur hin. Sie wollen die Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat verhindern. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Auf diese Weise können wir uns schon mal auf TTIP vorbereiten. So lange nichts bewiesen ist, wird es einfach auf den Markt gebracht. Aber will die SPD dieses Mittel wirklich verhindern? Bei meinen Recherchen kam ich auf ein ganz fragwürdiges Verhalten von Bundesumweltministern Frau Dr. Hendricks.

Wie kann man Antworten erhalten? Wenn man den Menschen direkt fragt. Zugegeben, auf ihrer Facebookseite kam keine Antwort, daher schreibe ich sie noch mal direkt an.

Worum geht es?

Sehr geehrte Frau Dr. Hendricks,

am 12. Mai 2016 veröffentlichten Sie auf Ihrer Facebookseite ein Video, in dem Sie sich sehr entschlossen zeigen, einer Neuzulassung von Glyphosat nicht zuzustimmen. Dieses Video wurde tatsächlich auch sehr oft geteilt und es gab eine ganze Menge Zuspruch im Netz.

Nun habe ich jedoch bei meinen Recherchen sehen müssen, dass Sie am 25. Februar 2016 den Antrag von Bündnis ´90/Die Grünen mit dem Titel: „ Neuzulassung von Glyphosat verhindern“ mit einem Nein abgelehnt haben.

Wie kann man sich entschlossen bei Facebook präsentieren und dennoch ganz unentschlossen abstimmen? Mich würde sehr interessieren, was in diesem Antrag genau NICHT Ihre Zustimmung gefunden hat. Wenn man entschlossen ist, möchte man doch ein Ziel erreichen. Selbst wenn der Antrag von Bündnis ´90/Die Grünen nicht ausreichend für Ihre Sicht ist, kann man doch einem Antrag zustimmen, der in die gleiche Richtung geht. So hat man schon mal aktenkundig einen Status erzielt. Es besteht ja weiterhin die Möglichkeiten, Feinheiten in einem eigenen Antrag abstimmen zu lassen. Jedoch komplett einen Antrag abzulehnen, der im Konsens mit Ihren entschlossenen Zielen steht, das verstehe ich nicht.

Können Sie ausschließen, dass Ihr Abstimmungsverhalten nichts mit dem Antragsteller zu tun hat? Als Bürgerin sähe ich es viel lieber, würde man an Sachthemen dieser Art zusammenarbeiten. Will man entschlossen gegen Glyphosat vorgehen, lehnt man einen Antrag zu Nichtzustimmung von Glyphosat nicht ab. Bei der Gelegenheit: Dem Antrag von Bündnis ´90/Die Grünen zum Frackingverbot haben Sie auch abgelehnt. Auch das ist mir unverständlich.

Da ich dieses Schreiben öffentlich halte, auch bei Facebook , in verschiedenen Blogs und Foren kommunizieren werde, hoffe ich auf eine Erklärung. Machen Sie uns bitte plausibel, wieso Sie gegen einen Antrag stimmen, dessen Inhalt jedoch Ihren Zuspruch finden sollte, sollte man Ihrer öffentlichen Haltung glauben schenken.

Leider haben Sie mir auf Facebook noch keine Antwort gegeben. Nun hoffe ich auf eine Antwort auf mein Schreiben, welches ich ebenfalls veröffentlichen werde. Wir BürgerInnen freuen uns, wenn man mit uns kommuniziert.

Vielen Dank vorab und

freundliche Grüße
Sandra Stoffers

Anmerkung: Am Samstag, den 21. Mai 2016, ist Frau Dr. Hendricks in Gelsenkirchen. Vielleicht mag der eine oder andere sie mal persönlich fragen. Mehr Infos gibt es hier.
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