Jens Keller war nur eine Übergangslösung

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Jens Keller sollte eigentlich nur ein paar Monate der Schalke-Dirigent sein. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: Schalke 04 |

Schalke-Manager Horst Heldt gab am Dienstag zu, dass Jens Keller in seiner Anfangszeit nur eine Übergangslösung war. Keller hatte Mitte Dezember 2012 Huub Stevens als Trainer abgelöst und sollte dann aber maximal nur bis zum Saisonende Trainer bleiben. Passend dazu gab Heldt zu, dass schon im Frühjahr 2013 Kontakt zu Roberto di Matteo bestand.

„Roberto hat mich beeindruckt – er weiß wie man mit Stars umzugehen hat! Wir hatten schon länger Kontakt zu ihm. Er war damals auch schon als Coach angedacht. Da sollte Jens Keller der Übergang sein“, war der genaue Wortlaut von Heldt am Dienstag, als er zu dem Wechsel angesprochen wurde.

Da Keller aber die sportlichen Ziele erreichte, konnte und wollte Heldt den Trainer nicht schon wieder entlassen.

Treffen zwischen Tönnies, Heldt und di Matteo am 1. Oktober

Wie intensiv der Kontakt zwischen Heldt und di Matteo war, zeigt auch die Tatsache, dass die beiden sich bereits letzte Woche Mittwoch bei Clemens Tönnies zu Hause in Rheda-Wiedenbrück zu Verhandlungen trafen. Also nach dem 1:1 gegen NK Maribor und VOR der 1:2-Pleite in Hoffenheim. Anscheinend ging es nur noch um den Zeitpunkt, wann di Matteo Jens Keller ablösen sollte.

Nach der Niederlage in Hoffenheim ging dann alles ganz schnell. Heldt flog Sonntag nach London, wo di Matteo mit seiner Familie lebt. Per Handschlag wurde eine sofortige Zusammenarbeit vereinbart. Montagabend flog Heldt zurück nach Deutschland und teilte die Entscheidung Jens Keller in einem Vier-Augen-Gespräch mit.

Peter Hermann und Holger Gehrke wurden auch entlassen

Neben Jens Keller mussten auch Co-Trainer Peter Hermann und Torwart-Trainer Holger Gehrke ihre Sachen packen. Was allerdings vielmehr der Tatsache geschuldet ist, dass Robert di Matteo zwei Trainer selber mitbringt.

Der ehemalige Nationalspieler Attilio Lombardo (48) wird di Matteos Co-Trainer und Massimo Battara (51) der neue Torwart-Trainer. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, betonte aber Heldt und verwies auf den FC Bayern, wo Pep Guardiola auch „seine“ Trainer mitbrachte.

Der zweite Co-Trainer vom S04, Sven Hübscher, bleibt aber Co-Trainer. Begründung: Di Matteo glaubt so, die Mannschaft schneller besser kennenlernen zu können!

Das erste Mal in Aktion werden die drei neuen Trainer erst am morgigen Donnerstag sein. Heute steht erst einmal nur die Vorstellung Roberto di Matteos an. Um 13 Uhr wird er der Presse vorgestellt. Fest steht bereits, dass der 44-Jährige einen Vertrag bis Juni 2017 unterschrieben hat.
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