So lief der Deal mit André Breitenreiter ab

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André Breitenreiter betrat am Montag um kurz nach 14 Uhr das Medienzentrum des S04. (Foto: Gerd Kaemper)
Gelsenkirchen: FC Schalke 04 |

Von Altwarmbüchen über Düsseldorf und Mallorca bis Gelsenkirchen: Der Weg von Trainer André Breitenreiter zu seinem neuen Klub S04 begann mit einer SMS und wurde mit einem Handschlag besiegelt.

Doch wie genau lief der Deal zwischen Breitenreiter und Schalke ab? Der Stadtspiegel Gelsenkirchen klärt auf.

Am Dienstagabend, 9. Juni, bekommt André Breitenreiter eine SMS, in der steht, dass sich Schalke für ihn interessiert und Kontakt aufnehmen möchte. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das nichts besonderes war. Denn Schalke ist nach wie vor eine Top-Adresse, ein super geführter Verein – auch wenn sportlich in der letzten Saison nicht alles erfüllt wurde. Aber das Ergebnis unter dem Strich war ja trotzdem in Ordnung. Ich habe mich daher über die Anfrage sehr gefreut“, sagte Breitenreiter am Montag. Dennoch rief er Horst Heldt nicht sofort an. „Ich konnte nicht sofort anrufen, da mein Heimatklub soeben die Klasse in der Bezirksliga gehalten hat und ich mitten in der Jubelfeier war“, erinnert sich der neue Schalke-Trainer zurückblickend. Sein Heimatverein ist der Bezirksligist TuS Altwarmbüchen, der sich im Relegationsspiel gegen den A-Ligisten SC Hemmingen-Westerfeld knapp mit 1:0 durchsetzte und somit im Nachsitzen die Klasse hielt.

Erst musste Heldt auf Breitenreiter warten, dann Breitenreiter auf Heldt

Als Breitenreiter dann Heldt anrufen wollte, hatte der Schalke-Manager keine Zeit. „Der Anruf kam ungünstig, weil ich meinen Sohn gerade ins Bett gebracht habe. Ich musste zurückrufen“, sagte Heldt schmunzelnd am Montag. Am Mittwoch, 10. Juni, gab es dann erste Gespräche mit Heldt und „Teilen des Vorstands“, wie Breitenreiter verriet. Am Donnerstag, 11. Juni, folgte das zweite Gespräch. Dieses Mal waren unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies und „Teile des Aufsichtsrats“ dabei, wie Breitenreiter erklärt. Warum der Aufsichtsrat? Heldt klärt auf: „Bei Entscheidungen über 300.000 Euro muss der Aufsichtsrat mit einbezogen werden. Das steht so in den Satzungen.“ Am Freitag, 12. Juni, fliegt Heldt Breitenreiter nach Mallorca hinterher, der dort einen geplanten Kurzurlaub verbringt. „Eigentlich sollten auf Mallorca Gespräche mit den Paderborn-Verantwortlichen stattfinden. Das hat aber nicht geklappt“, verriet Breitenreiter. Dafür klappte ein Gespräch mit Horst Heldt. Am Freitagnachmittag einigten sich Breitenreiter und Heldt auf die Zusammenarbeit und besiegelten diese mit einem Handschlag. Kurz danach telefoniert André Breitenreiter als erstes mit Kapitän Benedikt Höwedes, der am Donnerstag, 11. Juni, bereits mit Horst Heldt telefoniert und seine Entscheidung bekanntgab, beim S04 in der nächsten Saison zu bleiben. Am Montag, 15. Juni, wurde Breitenreiter um 14 Uhr im Medienzentrum des FC Schalke 04 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation dauert circa 45 Minuten. Um 15.30 Uhr hat Breitenreiter ein zweites Gespräch mit Höwedes vereinbart.

Breitenreiter sucht Wohnung in der nähe des Vereins

Der neue Schalke-Trainer wird aber nicht mit der Familie hier herziehen. „Ich bin Familienvater und habe zwei Kinder, die 12 und 16 Jahre alt sind. Sie sollen natürlich alle in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Ich werde mir eine zweite Wohnung in der Nähe des Vereins suchen, um kurze Wege realisieren zu können. Ich gehe die Aufgabe hochprofessionell an und arbeite sehr akribisch, vielleicht sogar etwas perfektionistisch“, sagte Breitenreiter.
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