Auf den Spuren der eigenen Kindheit: Der "Emschermensch"machte Halt in Gladbeck

Anzeige
Seit acht Wochen ist Norbert Schaldach (links), der sich selbst den Namen "Emschermensch" gegeben hat, entlang der Emscher unterwegs. Auf Einladung von Udo Droeger führte die "Forschungsreise" des gebürtigen Dinslakeners und heute in Bielefeld lebenden Schaldach auch nach Gladbeck.

Gladbeck. Er nennt sich der "Emschermensch", bereist seit nunmehr acht Wochen die Emscher - nur begleitet von seinem Fahrrad und ohne jede Planung.

Die Rede ist von Norbert Schaldach, einem gebürtigen Dinslakener. In der Stadt an der Emschermündung wuchs Schaldach auch auf, inzwischen lebt er aber seit 40 Jahren in seiner Wahlheimt Bielefeld. Vier Jahrzehnte - eine verdammt lange Zeit. Und bei Norbert Schaldach wuchs das Verlangen, seine Erinnerungen an das alte Ruhrgebiet mit der heutigen Realität abzugleichen.

Und so startete er in Holzwickede bei Dortmund seine "Forschungsreise", wie Norbert Schaldach seine Tour selbst gerne augenzwinkernd betitelt. Und die Reise brachte ihn auch nach Gladbeck, obwohl er die Stadt fast hätte "rechts liegen" lassen, denn die Emscher fließt ja nicht durch das Stadtgebiet. Einen Halt legte Schaldach allerdings in der Essener "STAUDER-Brauerei" ein, wo er den "Emschermenschen" Udo Droeger kennen lernte. Und der Gladbecker Schul-Hausmeister und Feuerwehrmann machte Norbert Schaldach schnell klar, dass Gladbeck sehr wohl zum Emscherland gehört. Denn Gladbecker Gewässer, wie zum Beispiel der "Wittringer Mühlenbach", erreichen über die "Boye" an der Stadtgrenze zu Bottrop bekanntlich die Emscher.

Norbert Schaldach war dankbar für diesen Hinweis und auch für die Einladung, nach Gladbeck zu kommen. Denn der Emscherreisende aus Bielefeld ist bei seiner Tour vornehmlich interessiert an den Menschen, die rechts und links des wichtigen Ruhrgebietsflusses leben und notiert auch ihre Geschichten. So hatte Schaldach seit dem Start seiner Fahrradtour schon viele bemerkenswerte Begegnungen. Oft war er bei ehemaligen Kumpel eingeladen, hat in Eckkneipen gefeiert und lauschte in einem Hospiz der Stille.

Auch der Aufenthalt in Gladbeck war ganz nach dem Geschmack von Schaldach: "Großartige Leute, die Droegers. Für mich sind sie typische Emschermenschen - offen, ehrlich, freundlich und humorvoll!"

Über seine Erlebnisse berichtet der "Emschermensch" regelmäßig im Internet, am Ende möchte er darüber auch in Zeitschriften schreiben. Ob schließlich sogar ein Buch daraus wird? Norbert Schaldach lacht: "Noch ist die Reise nicht zu Ende" - und setzt seine Reise in Richtung Emschermündung fort.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.