Lehr-Euro: IG BAU fordert Ausbildungsumlage

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Viele Bewerber gehen leer aus: Im Kreis Recklinghausen sind noch immer rund 2.240 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Gladbeck: Stadtgebiet | Viele Bewerber gehen leer aus: Im Kreis Recklinghausen und auch in Gladbeck sind noch immer rund 2.240 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Darauf weist die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin und beruft sich dabei auf neueste Zahlen der Arbeitsagentur.

„Viele Schulabgänger im Kreis Recklinghausen haben enorme Probleme, eine Lehrstelle zu finden. Dabei hat jeder eine Chance verdient, nach der Schule mit einer Berufsausbildung ins eigene Leben zu starten“, sagt Susanne Neumann. Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Emscher-Lippe-Aa fordert darum von den Betrieben im Kreis Recklinghausen größere Anstrengungen in der Ausbildung.

Ausbildungsbereitschaft hat abgenommen


Denn die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe hat abgenommen, so die Gewerkschaft. Zu Beginn des laufenden Ausbildungsjahrs gab es im Kreis Recklinghausen 2.992 Ausbildungs-Betriebe. Ihre Zahl ist damit innerhalb von zehn Jahren um rund sieben Prozent gesunken. Und das, obwohl die Zahl der Beschäftigten in dieser Zeit gestiegen ist.

„Es kann nicht sein, dass sich bei der Ausbildung immer mehr Betriebe aus der Verantwortung stehlen“, sagt Susanne Neumann. Man müsse jetzt die Weichen gegen den Fachkräftemangel stellen.Als wirksames Mittel schlägt die IG BAU eine verpflichtende Ausbildungsabgabe vor.

An den Kosten der Ausbildung beteiligen


„Alle Betriebe sollten sich grundsätzlich an den Kosten der Ausbildung beteiligen. Sie bezahlen einen festen Beitrag in einen Fonds. Unternehmen, die selbst ausbilden, bekommen daraus einen Teil ihrer Ausbildungskosten erstattet“, erklärt Susanne Neumann.

Modell hat sich bewährt


In der Bauwirtschaft gebe es diesen „Lehr-Euro“ für Chefs schon längst. Das Modell habe sich seit Jahren bewährt.Nun sei die Politik gefordert: Notwendig sei ein verlässlicher Rahmen, um die Betriebe an den Kosten der Ausbildung zu beteiligen.

„Man darf sich nicht damit abfinden, dass so viele Bewerber ohne Ausbildungsplatz bleiben. Wir können es uns einfach nicht leisten, auf das Potential der Jugendlichen zu verzichten“, so Neumann
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