Neues Gladbecker Bürgerforum beginnt mit der Arbeit

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Das neue Gladbecker Bürgerforum hat mit seiner Arbeit begonnen. (Foto: Peter Braczko)
Gladbeck: Stadtgebiet | Aus dem Kampf gegen eine dritte Autobahn mitten durch Gladbeck geht eine neue Initiative hervor, das „Bürgerforum Gladbeck“. Der Verein beabsichtigt, in allernächster Zeit das „e.V.“ zu erhalten und schließt sich dem „Bund für Umwelt- und Naturschutz“ an, einer der erfolgreichsten Umweltverbände in Deutschland.

Der BUND ist Kooperationspartner und damit ein mächtiger Ansprechpartner und Berater. Ein Vorstand ist bereits gewählt, dazu gehören als Vorsitzender Matthias Raith und als Stellvertreter Stephan Müller. Olaf Jung und Karl-Heinz Ochlast stehen als Beisitzer zur Verfügung, Andreas Gastreich übernimmt die Kassenführung. 30 Gladbeckerinnen und Gladbecker sind bereits Mitglied. Eine Webseite ist geplant.

Ökologischen Rückstand aufarbeiten

Die neue Gruppe möchte in Gladbeck den ökologischen Rückstand aufarbeiten, immerhin geht das Forum aus dem bisher erfolgreichen Widerstand gegen den Ausbau der B224 zur Autobahn A52 hervor, bei dem sich die A52-Gegner mit den Asphaltbefürwortern bei IHK, CDU, FDP, GRÜNE und SPD anlegten und aufklärerisch wirkten. Dazu redete der neue Vorsitzende Klartext: „Bei wichtigen Genehmigungsverfahren werden wir mitreden – demokratisch und parteiübergreifend - notfalls auch mit rechtlichen Schritten reagieren!

Das ist harte Arbeit, denn sie wollen den Ratsbürgerentscheid ernst nehmen und den Kampf im nächsten Jahr weiter führen. Matthias Raith, bis zu seiner Pensionierung Jurist, wählte bewusst den 6. November: „Da hatte das kleine Gladbeck schon einmal gesiegt, gegen eine Eingemeindung mit Bottrop oder eine Vereinnahmung durch Gelsenkirchen!“ Das sogenannte Nikolausurteil am 6. Dezember führte zur weitgehenden Unabhängigkeit der Stadt ist damit einer der Glanzpunkte in der Gladbecker Stadtgeschichte.

Gladbeck wird zu oft untergebuttert

Raith weiter: „Wir möchten neue Standpunkte entwickeln und in unserer Stadt eine demokratische Marktlücke füllen“, denn Gladbeck wird zu oft „untergebuttert!“ „Die Gladbecker haben deutlich mehr Umweltqualität verdient!“ Neben der Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege, stehen als weitere Ziele die Heimatpflege, die Unterstützung der Heimatkunde und auch der Denkmalsschutz im Blickpunkt der zukünftigen Arbeit. Dazu sind wissenschaftliche Veranstaltungen und Forschungsvorhaben geplant, die Kandidaten für die Kommunalwahl im nächsten Jahr erhalten „ökologische Prüfsteine“.

Immer wieder kam bei der Pressekonferenz die Verkehrsentwicklung ins Gespräch. Die Bekämpfung des Lärms auf den Straßen ist in Zukunft ebenfalls sehr wichtig, der weitere Ausbau des Radwege „Pflicht!“ Dass die Bürger ihre Interessen auch geschickt wahrnehmen können, dazu informierte Raith über das niederrheinische Bocholt als weiteres Beispiel für die erfolgreiche Arbeit von Umweltaktivisten, denn hier schafften es die „freien Ökos“, den Fernverkehr nicht durch die Stadt, sondern ihn geschickt herumzuführen.

Wer will, kann aktiv-ökologisch mitmischen. Das Treffen läuft jeden zweiten Montag im Monat ab 18 Uhr im Brauereihotel „Alte Post“ an der Postallee.
(Peter Braczko)
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Jürgen Fehst aus Gladbeck | 12.12.2013 | 14:41  
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