Piraten: Geburtshilfe in Gladbeck - Stellungnahme zum Dringlichkeitsantrag der SPD/Grünen

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Gladbeck: Rathaus | Überrascht zeigt sich Ratsherr Thomas Weijers (Piraten), über den Dringlichkeitsantrag der SPD und Grünen zum Thema Schließung der Geburtshilfe im St. Barbara Hospital Gladbeck.

Sollte es zutreffen das die KKEL langfristig die Schließung der Geburtshilfe in Gladbeck plant, ist dies eine Veränderung der Krankenhausstruktur in Gladbeck. Diese Veränderung ist aber anders als es der Antrag von SPD und Grünen andeutet, keine Gefährdung der Schwangeren in unserer Stadt. Grüne und SPD müssen sich selbst den Spiegel vor die Nase halten und erkennen, dass Kliniken gerade auch durch die zurückliegende rot/grüne Bundespolitik zur Spezialisierung und Verkleinerung angehalten wurden und weiter dazu angehalten sind. SPD und Grüne sind unter der Mitwirkung von Michael Hübner in der Landesregierung NRW, für die Schaffung der Rahmenbedingungen für die Kliniken mitverantwortlich und verschärfen hier stetig die Situation der Krankenhäuser. Die Ursache für jede neue planerische Handlung der Krankenhäuser in NRW und Gladbeck, sitzt somit mit dem Landtagsabgeordneten Hübner direkt und mit den Vertretern der SPD und Grünen indirekt auch im Stadtrat Gladbeck.

Ungeachtet der politischen Verantwortung kann mit den nun veröffentlichten Geburtenzahlen in Gladbeck, aber von keiner Spezialisierung gesprochen werden. Viel mehr ist hier auch der Trend zu erkennen, dass sich werdende Eltern in Richtung größerer Kliniken mit Anschluss an Kinderkliniken orientieren. Auch Aspekte der Patientensicherheit können bei niedrigen Geburtenzahlen, für die Aufgabe solcher Fachabteilungen sprechen.

„Knapp 1,5 Geburten pro Tag können im Sinne der Sicherheit von Neugeborenen und Müttern, auf Dauer eine zu niedrige Geburtenrate darstellen um mit gutem Gewissen eine solche Fachabteilung sicher zu betreiben. Auch wirtschaftlich kann das festhalten an einer so kostenintensiven, aber dann kaum ausgelasteten Fachabteilung ein ganzes Krankenhaus in wirtschaftliche Schieflage bringen“ berichtet Thomas Weijers, der als Gesundheits- und Krankenpfleger und seinem Studium der Pflegewissenschaft auch beruflich mit dem Thema befasst ist.

Grünen und SPD ist anzuraten bei diesem Thema mit Augenmaß zu agieren und die KKEL nicht aus falschen Lokalpatriotismus oder blindem Populismus heraus, zu möglicher Weise auch falschen Entscheidungen zu drängen. Falls die KKEL tatsächlich eine Schließung erwägen, ist vor allem dafür zu sorgen das die betroffenen Mitarbeiter verantwortungsvoll in andere Aufgaben überführt werden.

Sollte also tatsächlich eine Schließung der Geburtshilfe durch die Katholischen Kliniken erwogen werden, kann dies die Zukunftsfähigkeit des St. Barbara Hospital dauerhaft stärken. Der Erhalt des St. Barbara Hosipital muss das Ziel jeder kommunalpolitischen Bestrebung sein. Dies bedeutet aber nicht, dass die Kommunalpolitik gerade auch bei mehr als ausreichenden Ersatzangeboten(Geburtshilfe St. Marien Hospitäler Bottrop, Buer, Gelsenkirchen, Altenessen, EVK Gelsenkirchen etc.) die Kliniken zum Erhalt einzelner Fachabteilungen nötigen darf und damit den Gesamterhalt der Klinik in Gladbeck gefährdet.
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3 Kommentare
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 27.06.2016 | 10:14  
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Rene' Potratz aus Gladbeck | 30.06.2016 | 13:18  
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Melanie Hagen aus Bochum | 30.06.2016 | 21:29  
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