"Schlachthof"-Gelände soll zu einem "Highlight" werden

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Auf Hochtouren laufen seit Tagen schon die Abrissarbeiten auf dem ehemaligen Schlachthofgelände an der Grabenstraße. Die „Gladbecker Wohn- und Gewerbepark „Roter Turm“ GmbH“ will bis Ende des Jahres 2013 ein Nutzungskonzept für das Areal vorlegen. Foto: Rath

Gladbeck. Die Abrissarbeiten laufen auf Hochtouren, der seit Jahren anhaltende „Dornröschenschlaf“ ist definitiv zu Ende: Auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofes an der Grabenstraße in Stadtmitte herrscht rege Betriebsamkeit, denn das Areal soll nun schick herausgeputzt werden, um endlich ansiedlungswillige Firmen, Unternehmen, Händler oder auch Dienstleister anzulocken.

Und die „Gladbecker Wohn- und Gewerbepark „Roter Turm“ GmbH“ (GWP „Roter Turm“) hat sich sehr ehrgeizige Ziele gesetzt, will das Gelände um den markanten „Roten Turm“ zu „einer Perle der Innenstadt“ machen. So jedenfalls Frank Purrnhagen (Geschäftsführer der GWP „Roter Turm“) im Beisein von Bürgermeister Ulrich Roland und des SPD-Landtagsabgeordneten Michael Hübner im Rahmen einer Ortstermins. Zu den Akten gelegt wurden also die schon 12 Jahre alten Pläne, wonach auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal ein Wohn- und Gewerbepark entstehen sollte.

Ein „Schmuckstück“ verspricht Purrnhagen den Gladbecker Bürgern. „Wir haben den denkmalgeschützten Roten Rum, den ehemaligen Wasserturm, bereits saniert, außerdem werden zwei Hallen instand gesetzt, die wir in das Gesamtkonzept integrieren wollen,“ erläutert Purrnhagen. Dabei lasse sich die architektonische Schönheit der beiden Hallen trotz des im Augenblick noch wenig ansehnlichen Umfeldes deutlich erahnen. Eine letzte „Hürde“ wurde mit dem Erwerb der beiden alten Villen an der Frontseite des Schlachthof-Grundstückes genommen. Die beiden Gebäude befanden sich bislang im Besitz der Stadt Gladbeck.

Dem Abrissbagger zum Opfer gefallen sind schon erste Bereiche der inzwischen maroden Anbauten, die in den 60er- und 70er-Jahren errichtet wurden. Auch der Rest dieser Gebäudeteile wird noch abgerissen. Übrig bleiben der „Rote Turm“, das angrenzende Nebengebäude und die beiden genannten Hallen. Die beiden Villen sollen auf jeden Fall in die das geplante Gesamtkonzept integriert werden.

„Als Stadt haben wir die beiden Villen im Eingangsbereich sehr gerne an die GWP „Roter Turm“ GmbH verkauft, um damit eine Entwicklung des gesamten ehemaligen Schlachthofgeländes aus einer Hand zu ermöglichen,“ erläutert Bürgermeister Roland.

Die laufenden Aufräumarbeiten sollen Ende April beendet sein und danach will man die Instandsetzung in Angriff nehmen.

Über die weitere Verwendung des Grundstückes und der verbleibenden Gebäude hüllt sich Frank Purrnhagen aber eher „bedeckt“. Man sei dabei, ein Konzept zu entwickeln, führt Purrnhagen aus. Und er gibt zu, dass sich bereits Interessenten gemeldet haben. Dabei seien auch Vorschläge für die weitere Nutzung gemacht worden. Die Vorschläge werden im Augenblick gesammelt, eine Auswertung ist in Kürze vorgesehen.

Keinen Hehl macht Frank Purrnhagen daraus, dass er sich eine „nette kleine Gastronomie“ im Ensemble „Roter Turm“, genauer gesagt in der ehemaligen „Eisfabrik“, durchaus vorstellen könnte. „Festgezurrt und klar gemacht ist bislang aber noch nichts,“ betont der Immobilien-Fachmann. Schließlich müsse ja auch die Wirtschaftlichkeit des gesamten Projektes beachtet werden. Und beim Bau neuer Gebäude müssten sich diese den denkmalgeschützten Bauten anpassen.

Herausgeputzt werden sollen auf jeden Fall auch die im Jahr 1907 errichteten Hallen mit ihren Fenster- und Dachkonstruktionen. Diese Hallen könnten später für mittelgroße Veranstaltungen, zum Beispiel Betriebs- und Firmenfeiern, genutzt werden, hat Frank Purrnhagen auch hier doch schon eine mögliche Nutzung im Blick.

Bis Ende des Jahres 2013 möchte Frank Purrnhagen die Pläne für die weitere Nutzung des Geländes vorstellen können. „Unliebsamen Überraschungen“ in Sachen „Erdreich-Altlasten“ muss er dabei nicht fürchten, denn es gibt ja schon seit Jahren ein entsprechendes Gutachten, wonach es keine Altlasten gibt.

Die Chancen stehen scheinbar also gut, dass die „Altlast Schlachthof“ bald Geschichte ist. „Alleine durch die traumhafte Architektur wird das ein Highlight für Gladbeck“, gerät Frank Purrnhagen bereits jetzt regelrecht ins Schwärmen.
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