Sorge um Zusammenhalt auch in Brauck

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Auch türkische Braucker interessierten sich für das Thema zur Erdogan-Diktatur

„Angesichts der Entwicklung in der Türkei machen sich die Menschen auch in unserem Stadtteil Sorgen“, berichtet Jörg Weidemann vom Infostand der MLPD-Wohngebietsgruppe in Brauck.

An Samstagmorgen war zwar wenig los, aber wo das Gespräch zustande kam, äußerten deutsche wie türkischstämmige Brauckerinnen und Braucker Sorge um den Zusammenhalt - in den Wohnquartieren und in den Belegschaften der Betriebe. Eine Kleingärtnerin berichtet, dass sich manche türkische Kleingärtner zunehmend abkapseln.


Keine Spaltung zulassen

Dass die MLPD gegen eine Spaltung in Nationalitäten eintritt und die Arbeiterinnen und Arbeiter aller Nationalitäten zusammenschließen will, stieß auf Interesse. Mehrere Parteiprogramme wurden mitgenommen. Die Wohngebietsgruppe verkaufte auch die neue Ausgabe des Rote Fahne Magazins mit dem Themenschwerpunkt "Rebellion gegen Erdogan?" (siehe Foto)
Wichtig war, so Parteisprecher Weidemann, sich nicht auf die Scheinalternative Merkel oder Erdogan einzulassen.

Scheinheilige Bundesregierung

"Wir kritisieren auch die Bundesregierung und ihre scheinheilige Türkei-Politik. Erdogan hat in der Türkei nach dem Putsch im Juli 2016 ein faschistisches Regime errichtet. Statt sämtliche diplomatischen Beziehungen abzubrechen, betreibt die Bundesregierung einen einzigen Eiertanz. Sie verfolgt eigene wirtschaftliche und machtpolitische Interessen. Öffentlichkeitswirksam pocht sie auf Menschenrechte, hält aber selbst rund 20 fortschrittliche und revolutionäre Menschen aus der Türkei/Kurdistan zum Teil seit zwei Jahren in Haft. Das weiß kaum jemand." Unter den Inhaftierten befindet sich auch Erhan Aktürk, ein Arbeiter aus Duisburg, der für die Internationalistische Liste / MLPD zum Bundestag kandidiert. (Bericht dazu im Lokalkompass Duisburg)
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Holger Klekar aus Gladbeck | 25.07.2017 | 18:05  
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