Polizei-Aktionstag: Handy-Nutzung im Straßenverkehr sorgt oft für Unfälle

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Gladbeck: Willy-Brandt-Platz 2 |

Gladbeck. Einmal schnell auf das Handy schauen, kurz das Navigationsgerät bedienen, im Handschuhfach nach der Sonnenbrille suchen - selbst kurze Momente der Ablenkung vom Fahren können fatale Folgen haben. Denn schon eine Sekunde Ablenkung reicht aus, um bei 50 Stundenkilometer eine Strecke von etwa 14 Meter im „Blindflug“ zurück zu legen.


Studien und Repräsentativbefragungen haben ergeben, dass mittlerweile mindestens jeder zehnte Verkehrsunfall auf Ablenkung zurück zu führen ist. Bei etwa einem Drittel der Unfälle spielt Unaufmerksamkeit eine Rolle. Das gilt nicht nur für Autofahrer, sondern insbesondere auch für Fußgänger und Radfahrer. Speziell sie sind als sogenannte „schwache“ Verkehrsteilnehmer bei Unfällen besonders gefährdet, da sie sich nicht in der schützenden Hülle eines Fahrzeuges befinden.

Eine besondere Form der Ablenkung ist der Handymissbrauch am Steuer. Bei einer repräsentativen Befragung räumten etwa ein Drittel der Teilnehmer ein, während der Fahrt ein Mobiltelefon zu benutzen und sogar Selfies zu schießen. Und etwa 35 Prozent öffnen während der Fahrt am Smartphone soziale Netzwerke oder Messenger-Apps, um zu lesen, zu chatten oder selbst zu senden.

Das Polizeipräsidiums Recklinghausen möchte daher nun am Donnerstag, 21. Juli, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr aud dem Willy-Brand-Platz in Stadtmitte mit einer besonderen Aktion auf diese Problematik hinweisen. Den interessierten Bürgern soll bildlich vor Augen geführt werden, wie lang die Strecke ist, die ein Fahrzeug während eines 1-sekündigen Blindflugs zurücklegt.
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