Polizei warnt vor Betrugsmasche

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(Foto: Axel Hoffmann/pixelio.de)
Vor einer neuen Betrugsmasche warnt das Polizeipräsidium Recklinghausen heute in einer Pressemitteilung.

Am letzten Donnerstag (29. November) rief ein unbekannter Mann bei einer 79-jährigen Gladbeckerin an und stellte sich als "Kommissar Siebers" vor. Der Mann gab an, vom Verbraucherschutz aus anzurufen.

Er redete der Seniorin ein, sie habe einen Gewinnspielvertrag nicht gekündigt und es seien Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro angefallen. Falls diese nicht bezahlt würden, drohe der Gladbeckerin ein Gerichtsverfahren.

Während des Telefonats mit dem angeblichen Kommissar wurde das Gespräch mehrfach an eine angebliche Richterin und Anwältin weiter vermittelt, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Die 79-Jährige überwies schließlich über eine Gesellschaft zum Bargeldtransfer eine höhere Summe ins Ausland.

Nach einigen Tagen erhielt die Geschädigte erneut einen Anruf, indem sie erneut zu Geldzahlungen aufgefordert wurde. Daraufhin verständigte sie die Polizei.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche. Einige der Anrufer gehen besonders dreist vor: Um das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürgern zu gewinnen, missbrauchen sie die Rufnummer seriöser Personen oder Organisationen. Mit Hilfe einer speziellen Telefonanlage täuschen sie eine andere Rufnummer vor, die auf dem Display des Angerufenen erscheint.

Sollten Zweifel daran bestehen, ob es sich beidem Gegenüber am Telefon um eine Amtsperson handelt, rät die Polizei,genau nach dem Namen und der Behörde zu fragen und dort zurückzurufen.

Der Rückruf sollte dann an eine selbst herausgesuchte Nummer der entsprechenden Behörde erfolgen. Grundsätzlich rät die Polizei davon ab, Geld an fremde Personen oder ins Ausland zu überweisen, nur weil jemand am Telefon dies fordert. Im Zweifel sollte eine Anzeige erstattet werden.
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