Fußball EM: Feiern ist erlaubt - aber nur im erlaubten Rahmen!

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Auch bei der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft ist mit Fan-Feiern und Auto-Korso zu rechnen - Erfolge der Nationalmannschaft vorausgesetzt. Damit die Jubelfeiern nicht ausarten, will die Polizei besonders im Umfeld von Public-Viewing-Veranstaltungen verstärkt Präsenz zeigen. (Foto: Braczko)
Gladbeck: Stadtgebiet |

Gladbeck/Kreis Recklinghausen Am Freitag beginnt mit der Begegnung "Frankreich gegen Rumänien" die Fußballeuropameisterschaft 2016 in Frankreich. Die deutsche Mannschaft startet am Sonntag (12. Juni, 21:00 Uhr) gegen die Ukraine ins Turnier. Wenige Stunden (15 Uhr) zuvor muss die Türkei das erste Mal auflaufen. Gegner ist hier die Mannschaft aus Kroatien.

"Wir freuen uns auf ein sportlich attraktives und aus polizeilicher Sicht friedliches Sportereignis", so Einsatzleiter Tim Probst, der während der Europameisterschaft diesen Einsatz der Polizei beim Polizeipräsidium Recklinghausen leiten wird.

Neben den Public-Viewing Veranstaltungen in Dorsten, Gladbeck, Bottrop, Castrop-Rauxel und Oer-Erkenschwick wird wie bei den vorangegangenen Turnieren auf dem Rathausplatz in Recklinghausen stattfinden. "Wir arbeiten auch hier eng mit den Veranstaltern sowie mit den Städten und allen weiteren Verantwortlichen zusammen. Dabei greifen wir auf unsere gemeinsamen Erfahrungen der WM 2014 und der Euro 2012 zurück", so Einsatzleiter Tim Probst.

Polizei wird Präsenz zeigen


"Nach dem Grundsatz: "friedlich feiernde Fußballfans sollen ihren Spaß haben und das Turnier genießen können" werde die Polizei mit Fingerspitzengefühl und Augenmaß die zu erwartenden Situationen bewältigen, versichert Probst. Ein Hauptaugenmerk liege dabei an den zahlreichen Public-Viewing Veranstaltungen, darüber hinaus werde die Polizei auch einen Fokus auf eventuell entstehende Autokorsos richten.

Auf die Europameisterschaft hat sich das Polizeipräsidium Recklinghausen in den vergangenen Wochen intensiv vorbereitet. Die Polizei wird an den größeren Public-Viewing Veranstaltungen bei den relevanten Spielen präsent sein und allen Hilfe suchenden Bürgerinnen und Bürgern vor Ort mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hierzu wird durch die Polizei bei den Public-Viewing Veranstaltungen in Dorsten (Platz der Deutschen Einheit) bei Spielen der deutschen Nationalmannschaft und in Recklinghausen (Rathausplatz) bei Spielen der deutschen und der türkischen Nationalmannschaft jeweils eine "Mobile Wache" als zentrale Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger eingesetzt.

"Besucher der Public-Viewing Veranstaltungen haben somit kurze Wege und feste Ansprechpartner vor Ort, sollte unsere Hilfe erforderlich sein. Wenn es notwendig ist, werden unsere Beamten konsequent einschreiten. Insbesondere wenn es um konkrete Gefahren für Leib oder Leben geht oder Straftaten begangen werden, wird kein "Auge zugedrückt"" betont Tim Probst. "Das gilt im Übrigen auch gegenüber Teilnehmern von Autokorsos, da dort häufig Personen sich oder andere gefährden" so Tim Probst. Insbesondere das Sitzen auf Fahrzeugdächern oder Motorhauben und das Hinauslehnen während der Fahrt aus den Seitenfenstern könne zu schweren Unfällen führen und unter Umständen gravierende gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Auch das Schwenken von überdimensionalen Fahnen im Straßenverkehr könne anderen Verkehrsteilnehmern die Sicht nehmen und zu gefährlichen Situationen führen. Im Einzelfall könne das Verhalten dieser Personen sowohl die Untersagung der Weiterfahrt als auch eine Anzeige zur Folge haben. Die Polizei weist zudem darauf hin, dass das Abrennen von Pyrotechnik nicht nur strafbar, sondern wortwörtlich auch "brandgefährlich" ist.

"Fairplay sollte nicht nur für die Spieler auf dem Rasen, sondern auch für die Zuschauer hier zu Hause gelten. Wir appellieren daher an alle Fans, sich an die Spielregeln zu halten, so dass alle gemeinsam die Europameisterschaft genießen können", so der abschließende Appell von Einsatzleiter Probst.
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