Fußball-Fans gingen für den MSV Duisburg auf die Straße

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Die Schalke-Fans David Dink (Mitte) aus Gelsenkirchen und Michael Dadek (rechts) aus Gladbeck zusammen mit Duisburgs OB Sören Link (2. v. links) und weiteren Fußball-Fans.
Nachdem die Deutsche Fußball-Liga (DFL) dem MSV Duisburg die Lizenz für die 2. Bundesliga nicht erteilt hat, droht dem Traditionsverein, der mittlerweile 111 Jahre alt ist, der Abstieg in die fußballerische Bedeutungslosigkeit.

Ähnlich, wie im vergangenen Jahr, als Fußball-Fans sämtlicher Vereine für den letzten Wunsch des kleinen Jens-Pascal, der sich einen BVB-Grabstein gewünscht hat, gekämpft haben, so kämpfen sie jetzt für den Verbleib des MSV in der 2. Liga.

5.500 Fußball-Fans kamen nach Duisburg, um auf einem Protestmarsch vom Hauptbahnhof zur MSV-Arena ihren Unmut zur Entscheidung der DFL auszudrücken und dem MSV solidarisch zur Seite zu stehen. Natürlich waren in erster Linie die Fans der Ruhrpott-Vereine präsent, vereinzelt aber auch Fans von St. Pauli, Hannover 96 und Bayern München.

Es war laut auf dem anderhalbstündigen Marsch. Es wurde gesungen und immer wieder mit Sprechchören die vermeintlichen Schuldigen an der Misere angeprangert. Auch Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link war zugegen und sprach am Stadion noch zu den Fans. Viele Tränen der Rührung sind geflossen, weil so viele Fans anderer Vereine da waren und die "Zebras" unterstützen. Immer wieder hörte man "Schön, dass ihr da seit." und MSV-Fans wollten Fotos machen mit Schalkern, BVB-Fans und anderen "Gästen"

Laut Polizei soll der gesamte Marsch friedlich verlaufen sein. Nur ganz zum Schluss an der Arena soll es eine kleinere Rangelei gegeben haben.
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