Besinnliches von Mirco Quint: "Damit uns allen ein Licht aufgeht"

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Pastor Mirco Quint, Kath. Kirchengemeinde St. Mauritius Niederwenigern

Wir alle spüren es in diesen Tagen.: Es wird dunkel um uns herum. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Und wenn dann noch tief hängende Wolken und dichter Nebel das Tageslicht vertreiben, dann verdüstert sich auch die Stimmung der Menschen. Und es wächst die Sehnsucht nach Licht und Wärme...

An diesem Sonntag wird die vierte Kerze am Adventskranz angezündet. In unseren Familien, in unseren Kirchen und an vielen anderen Orten weltweit!
Die vier Kerzen erhellen unsere Wohnungen und erwärmen unsere Herzen. „Es kann nicht nur die großen Lichter geben. Die großen leuchten ja weithin, aber die kleinen wärmen“, behauptet wohl zurecht der Dichter Karl Heinrich Waggerl.
Ein solch „kleines Licht“ ist das Friedenslicht von Bethlehem. Es überstrahlt alle „Glanzlichter“ unserer Konsumgesellschaft, die die eigentliche Kernbotschaft von Weihnachten zu verdunkeln drohen: Selbst in friedlosen Zeiten ist Frieden möglich!
Und wenn dieser Friede bedroht ist, so mahnt uns das Friedenslicht aus Bethlehem, sind wir verpflichtet, gegen Gewalt, Hass und Terror aufzustehen. Da müssen wir nicht nur in den Nahen Osten schauen, sondern sollten in der unmittelbaren Nähe unseres eigenen Landes bleiben, wo allein schon der jüngste Brandanschlag im fränkischen Vorra gegen drei Flüchtlingsheime oder die fremdenfeindlichen Aufzüge rechtsradikaler Gruppen zu großer Sorge Anlass geben.
Gegen jede Art von Gewaltexzessen steht die geradezu „revolutionäre Botschaft“ des Lichts von Bethlehem: Alle Menschen sind Schwestern und Brüder, ohne jede Klassifizierung, ohne jede Ausgrenzung, ohne Wenn und Aber. Im Kind in der Krippe ist Gott der Bruder aller Menschen geworden!
An diese weihnachtliche Friedensbotschaft soll uns das Licht aus dem Geburtsort Jesu Christi erinnern, das am vierten Adventssonntag auch unsere Gemeinden in Hattingen erreichen wird.
Die Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“ steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Friede sei mit dir - Shalom – Salam“. Seit dem Gründungsjahr 1986 wird – jeweils in den ersten Adventstagen – das Licht in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem entzündet, dann nach Wien gebracht und dort von Pfadfindern aus verschiedenen Ländern Europas abgeholt. Nach einem Aussendungsgottesdienst in der Essener Münsterkirche kommt es über die Gemeinden in unsere Häuser – und zu uns.
„Damit uns allen ein Licht aufgeht“: das Licht des Friedens, das Licht der Versöhnung, das Licht des Miteinanders.
Das wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen an diesem vierten Advent
Ihr
Pastor Mirco Quint,
Kath. Kirchengemeinde St. Mauritius Niederwenigern
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Torsten Richter-Arnoldi aus Hattingen | 19.12.2014 | 20:13  
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