Ein Ungeziefer ist wieder auf dem Vormarsch !

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Vor einigen Tagen verfolgte ich eher zufällig im NDR die medizinische Sendung "Visite". Die Sendung begann mit einem Beitrag über Bettwanzen. Die Bettwanze oder auch Hauswanze (lat. Name Cimey lectularlus) gehört innerhalb der Wanzenfamilie der Plattwanzen.
Lange Zeit galt das Insekt als sehr selten. Berliner Kammerjäger berichteten, dass sie höchstens zweimal im Jahr gegen Wanzen vorgehen mussten. Heute treffen sie bereits 2-3 mal im Monat auf Vorkommen. Der Grund kann eine Resistenz gegen eingesetzte Ungeziefermittel sein.
Woher stammt der neue Befall?
Die beste Vorsoge gegen einen Befall ist zunächst abzuklären, wie und woher die Tiere stammen. Auffällig war zunächst ein vermehrter in Hotelzimmern, auch in besseren Klassen. Dadurch gelangen die Wanzen an die Wäsche und in die Koffer. Von da an geht es nach Hause. Lässt man nun den Koffer über Nacht stehen, kann es schon zu einer Ausbreitung kommen. Auch einfach gelagerte Wäschestücke sind Infektionsherde. Betroffen sind im Übrigen Hotels in allen EU-Staaten.
Warum und durch wen müssen Bettwanzen bekämpft werden ?
Bettwanzen sind Parasiten. Sie suchen die Nähe der Menschen und dessen Haustiere. Sie saugen deren Blut, nachdem sie die Warmbluter gestochen haben. Den Stich bemerken wir Dank eines betäubenden Sekretes, das in die Wunde gelangt. Weiß man nun, dass ein Befall durch Bettwanzen vorliegt, sollte unverzüglich ein Kammerjäger bestellt werden. Eigenhilfe hat selten Erfolg. Der Fachmann weiß wo er die Tiere findet. Bei zweifachem Einsatz sollte die Gefahr gebannt sein. Neuerdings wird das Nervengift Pyrethium erfolgreich eingesetzt. Selbsthilfe hat selten Erfolg. Kleidung in der Tiefkühltruhe oder an Wärmequellen über 60 Grad helfen nicht sicher und sind auch gefährlich.
Die Folgen von Bettwanzen-Stichen
Wurde ein Mensch gestochen, entsteht rund um den Stich eine schwellende Entzündung, die etwa eine Woche mit quälendem Juckreiz dauert. Typisch sind Einstiche in einer Reihe. Treten die auf, deutet alles auf Bettwanzen hin. Da oft verschiedene Menschen ihr Blut als Nahrung hergeben müssen, konnte schon eine Infektion mit Hepatitis B oder C oder HIV nachgewiesen werden.
Wichtig ist, dass jeder frühzeitig Rat einholt.
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1 Kommentar
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Wolfgang Wevelsiep aus Hattingen | 20.05.2016 | 20:20  
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