Interkulturelle Woche zum 25.

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Muzaffer Oruc plädiert dafür, „eine gewisse Willkommenskultur zu zementieren“. (Archiv)

„Menschen aus 125 Ländern leben in Herne“, weiß Muzaffer Oruc, Vorsitzender des Integrationsrates. Einmal im Jahr wird diese Vielfalt im Rahmen der Interkulturellen Woche gefeiert. Und diese Auflage ist zudem eine Besondere. Denn die Veranstaltungsreihe feiert das Silberjubiläum.

Auch zum 25. Geburtstag betont OB Horst Schiereck, wie wichtig es sei, sich als „weltoffene und tolerante Stadt zu präsentieren“. Schließlich leben hier etwa 20.000 Menschen mit Migrationshintergrund. Man solle nicht darüber nachdenken, was man gemeinsam habe, nicht, was die Menschen unterschiedlicher Kulturen trenne. Denn „Herne ist wie Wanne-Eickel seit 150 Jahren eine Zuwandererstadt“.
Auf diese Gedanken verweist auch das diesjährige Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“, das gegen jedwede ausländerfeindliche Tendenzen gerichtet ist. Als „positiv provokant“ bewertet Muzaffer Oruc diesen Titel.

Um die kulturelle Vielfalt Hernes kennenzulernen, wurde ein „sehr ideen- und facettenreiches“ Programm zusammengestellt, betont Dezernent Frank Burbulla. Und er hat in seiner kurzen Zeit bei der Stadt schon etwas gelernt. „In Herne hat die Woche zehn Tage“, scherzt er. Denn die Interkulturelle Woche dauert in diesem Jahr vom 18. bis zum 27. September.

Sie beginnt am Freitag um 17 Uhr mit der offiziellen Eröffnung in der Realschule Crange, Semlerstraße 4. Dort ist unter anderem Hüseyin Avni Karslıoglu zu Gast, der türkische Botschafter in Berlin. Den Abschluss bildet das Fest der Kulturen am 27. September an der Akademie. Ab 13 Uhr gibt es dort unter anderem Spiel- und Sportangebote, Musik, Infostände, und Kulinarisches aus verschiedenen Ländern.

Dazwischen lockt der alljährlich bekannte und bewährte Veranstaltungs-Mix mit Musik, Theater, Film, Kochen, Gesprächsrunden Vorträgen und einigem mehr.
So erzählt Jessica Burri Indianermärchen,das Theater Halber Apfel spielt „Stephanie integriert die Öztürks“, beim christlich-islamischen Gespräch heißt es „Wer lenkt die Bilderflut“ und bei der VHS wird „10 Jahre Integrationskurs“ gefeiert und das mongolische Ensemble Egschiglen musiziert.

Natürlich spielt auch das aktuelle Flüchtlingsthema eine Rolle. So gibt es eine Schulung für Ehrenamtliche zur rechtlichen Situation der nach Deutschland gekommenen Menschen.

Zudem sollen die Flüchtlinge animiert werden, selbst an einigen Veranstaltungen teilzunehmen.
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