Barske/Schilling (SPD) zum Haus Esselt: „Uns als Gemeinde beteiligen“

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Stephan Barske, SPD-Fraktionschef in Hünxe
 
Waltraud Schilling, Stellv. Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau
„Das Otto-Pankok-Museum und das Haus Esselt sind ein echter kultureller Schatz, der unsere kleine Gemeinde überregional im ganzen Land bekannt macht“, befindet Stephan Barske, SPD-Fraktionsvorsitzender in Hünxe, im Nachgang zur letzten öffentlichen Sitzung des gemeindlichen Schulausschusses, die in den Räumlichkeiten des Museums stattfand. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten sollten wir uns als Gemeinde am Erhalt beteiligen.“

So wurde den Ausschussmitgliedern durch Vertretern der Otto-Pankok-Stiftung das zugrundeliegende Konzept des Museums und des Hauses Esselt vorgestellt. Unter anderem soll das Museum ertüchtigt und modernisiert werden, um es weiteren Besuchergruppen zugänglich zu machen. Darüber hinaus sollen die Außenanlagen neu hergerichtet werden. Die Kunstwerke werden derzeit digitalisiert, um sie einer größeren Zahl von Ausstellern für den Verleih zugänglich zu machen. Ein Teil der Kosten wird aus Bundes- und Landesmitteln sowie mit Geldern der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, aber auch durch einen Eigenanteil der Stiftung, getragen.

„Es wäre peinlich, wenn wir uns nicht in irgendeiner Form daran beteiligten. Wir schlagen daher vor, dass die Gemeinde eine Neuschotterung des Parkplatzes übernimmt. Einkauf und Unterhalt der Laternen zur Beleuchtung der Parkfläche könnten von den Gemeindewerken übernommen werden“, plädiert Barske. „Eine Pflege der Grünanlagen kann nicht von unserem Bauhof erledigt werden. Er ist bereits mit seinen Aufgaben im gesamten Gemeindegebiet ausgelastet. Stattdessen könnte die Gemeinde eine 450-Euro-Kraft bezahlen, die die Pflege dauerhaft leistet. Dies wären grob 5.500 Euro jährlich.“ Insgesamt stießen die Vorschläge auf überwiegend positive Resonanz. Der Schulausschuss beauftragte die Verwaltung schließlich, diese und weitere mögliche Vorschläge zu prüfen, welchen Anteil die Gemeinde leisten könne.

„In der Stiftung wird zum Betrieb des Museums und des Hauses Esselt ein großer, vor allem auch ehrenamtlicher Aufwand geleistet“, meint die stellv. Bürgermeisterin und SPD-Ratsfrau Waltraud Schilling aus Drevenack. „Neben den eigentlichen Ausstellungen wird in Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen jungen Menschen das Zeichnen mit Kohle und das Modellieren nach Art der Pankoks vermittelt. Ich empfehle jedem, dieses landschaftlich sehr schön gelegene Kleinod zu besuchen. Für uns muss dieses wichtige Zeitdokument von unschätzbarem historischem und kulturellem Wert erhalten bleiben.“

Otto Pankok, der als radikaler Künstler der modernen Malerei gilt, war Humanist und Pazifist. Neben der Naturmalerei beschäftigte sich Pankok zunehmend mit sozialen und politischen Fragen, etwa mit der Diskriminierung und Verfolgung von gesellschaftlichen Minderheiten während der Nazi-Zeit. Seine Tochter Eva Pankok, selbst Künstlerin, lebte noch bis zu ihrem Tode im Februar 2016 im Haus Esselt. Die Wahrung des Erbes ihrer Eltern machte sie sich zur Lebensaufgabe. Jetzt verwaltet die Stiftung den Nachlass und das Grundstück der Pankok-Familie.
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