Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2014 erschienen!

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Soeben ist der Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2014 erschienen. In der vom Kreis Kleve unterstützten Publikation dürfte jeder Bewohner des Nordkreises fündig werden, wenn er etwas über die Kultur und Geschichte seiner unmittelbaren Umgebung erfahren möchte. Das Spektrum reicht wieder von präzise recherchierten Texten mit historischem Hintergrund bis zu kleinen Alltagserinnerungen, die sofort ansprechen und den seit jeher beliebten Mundartbeiträgen.

Den Auftakt macht Dr. Reinhard Karrenbrock mit der Beschreibung einer spätgotischen Kreuzigungstafel aus der Stiftskirche in Kranenburg. Moderne Untersuchungsmethoden lieferten dabei den Beweis, dass es sich bei der dargestellten vermeintlichen Stifterin doch um eine andere Person handelt, nämlich die Frau des ersten Herzogs von Kleve, Maria von Burgund.
Dr. Roland Mönig stellt die im Auftrag von Johann Moritz von Nassau entstandene erste Naturgeschichte Brasilien vor. Beate Kolodziejs Beitrag mit wunderbaren Abbildungen widmet sich einer weiteren musealen Neuerwerbung, einer Ansicht der Klever Schwanenburg von Frans de Hulst. Der Ausbau des Museum Kurhaus Kleve wird von Matthias Grass beschrieben, der auch die aktuellen Entwicklungen an der Hochschule Rhein-Waal vorstellt.
Anke Krabbenbos-Zethoven beschreibt das Schicksal der vom Klever Glockengießer Hachman gegossenen Glocke in Doesburg, Gudrun Siekmann hat die Erinnerungen der Neusser Malerin Helma Holthausen-Krüll festgehalten, die in den 1930er Jahren mit weiteren Schülern die Sommerakademie in Kalkar besuchte.

Wilhelm Diedenhofen ist den Spuren einer Klever Herzogstochter gefolgt, der Pfalzgräfin Anna von Kleve im Schloss Neuburg an der Donau, nicht zu verwechseln mit ihrer gleichnamigen Tante, die den englischen König Heinrich VIII. heiratete.
Ursula Geisselbrecht-Capecki ist auf das besondere Schicksal einer jüdischen Familie in Hönnepel anno 1578 gestoßen. Dr. Georg Cornelissen informiert über Keppelner Familiennamen.

Prof. Dr. Karl Helmer und Dr. Susanne Keller haben das „Antoniusfeuer“ untersucht, eine Krankheit, die in Zusammenhang mit der Verehrung des Hl. Antonius Abbas in Kalkar zu sehen ist. Alexander Ahrens schreibt über den Berliner Ägyptologe Kurt Heinrich Sethe und dessen Vorfahren aus Kleve. Rüdiger und Monika Gollnick bringen eine Fortsetzung ihres letztjährigen Beitrages über das Schicksal der Schwestern auf Haus Aspel bei Rees.

Susanne Greven berichtet von einem besonderen Grabstein, den sie in ihrem Garten fand, Wilhelm Diedenhofen hat historische Kochbücher unter die Lupe genommen. Wiltrud Schnütgen nahm die Ankündigung der Klever Schwanenfunker, nun auch Frauen in ihre Vereinigung aufzunehmen, zum Anlass, die Geschichte des Karnevals in Kleve zu beleuchten. Hans-Joachim Koepp schreibt über die ungewöhnliche Dachziegelaktion zum Wiederaufbau der Stadt Goch und Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm hat einen interessanten Schriftwechsel zwischen Mitarbeitern der Kreisverwaltung in Kriegszeiten entdeckt. Franz Josef Belting erinnert sich an seine Kindheit im Zweiten Weltkrieg, Franz Gommans beschreibt das Kriegsgeschehen im Herbst 1944, als das Land an Niers und Kendel in den Frontbereich geriet.

Ein naturkundlicher Beitrag von Franz Josef Belting befasst sich mit Libellen.

Herbert Drießen schreibt über die Entwicklungen der Firma van den Bergh aus der Perspektive einer dort beschäftigen Familie und Ralf Daute widmet sich einer ganz besonderen Manufaktur, die vor knapp hundert Jahren in Kleve Schulmöbel produzierte. Clemens Reinders erinnert an das zu Rees gehörende Strandbad Sonsfeld, außerdem hat er eine Anekdote aus Haldern beigesteuert.
Veit van den Berg setzt seine Beobachtungen „unter der Dorflinde“ fort und erinnert an die Zeit vor 50 Jahren, als Elten wieder zu Deutschland geschlagen wurde.

Mundart, mal als Anekdote, mal als Gedicht, gibt es von Paul Dirmeier, Haki van Hezik, Ulrich Chr. Blortz, Paul Michels, Paul van Ackeren und Jupp Verhoeven. Und Peter Theunissen bringt mit der Beschreibung seiner Lehrzeit bei Alfred Sabisch einen weiteren Teil seiner Lebensbeschreibung wie gewohnt in Klever Platt.

Maria Diedenhofen und Dirk Bunje sind mit hochdeutschen Gedichten vertreten.
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36 Autoren haben 45 Beiträge verfasst, dazu kommen noch das Kalendarium, die Chronik des Klever Landes der vergangenen zwölf Monate sowie das Verzeichnis der in den vergangenen Monaten erschienenen Literatur.

Das Titelbild von Fritz Poorten zeigt Haus Zelm im Kranenburger Ortsteil Mehr.

Redaktion: Wilhelm Diedenhofen, Ursula Geisselbrecht-Capecki, Hans-Joachim Koepp, Wiltrud Schnütgen und Bert Thissen

240 Seiten, Verkaufspreis 12,80 Euro,
ISBN 978-3-89413-014-5
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