Stadtführung für Flüchtlinge am 25. September 2015

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Am Lohengrinbrunnen
 
An der Schwanenburg
Stadtführung für Flüchtlinge am 25. September 2015

Das Team des Sprechtrainings mit Flüchtlingen im Jugendheim Theo-Materborn vom Hafen der Hoffnung e.V. hat eine Stadtführung in Kleve durchgeführt.

Dass Geschichte ein komplexes Thema auch für die Deutschsprechenden ist, ist bekannt. Das Thema "Stadtführung" den Flüchtlingen nahe zu bringen, war eine echte Herausforderung!
Martina Gellert hat im Vorfeld umfangreiches Material zur Stadtführung zur Verfügung gestellt und mit Wiltrud Schnütgen vom Klevischen Verein für Kultur Geschichte/Freunde der Schwanenburg gesprochen.
Julia Weber hat drei Arbeitsblätter mit Bildern und Definitionen zu der jeweiligen Station der Stadtführung erstellt, die vom Sprechtraining-Team in Kleingruppen durchgenommen wurden. Übrigens, die Flüchtlinge konnten u.a. erfahren, dass Kleve nicht immer so schön war, wie jetzt, dass die Stadt im zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche lag und dass sie neu aufgebaut wurde.

Am Freitag, dem 25. September trafen sich alle am Jugendheim Theo und fuhren in die Innenstadt.

An der ersten Station: Lohengrin-Brunnen übernahm Martina Gellert die Stadtführung und erzählte die Lohengrinsage von der Prinzessin Beatrix.
Die Schwanenburg, wo früher Grafen und Herzöge lebten und einen Rittersaal beherbergte, das Verlies, dass man durch eine Glasscheibe anschauen konnte, ein Mammutschädel im geologischen Museum, das Model der Schwanenburg und vieles mehr, war höchst interessant!
Einen schönen Blick auf Kleve von oben hatte man, indem man auf den Turm stieg.

Ein bester Dank geht an den Klevischen Verein für Kultur Geschichte/Freunde der Schwanenburg, der einen kostenlosen Aufgang zum Turm ermöglichte!

Nachdem die Schwanenburg besichtigt wurde, schenkte Katarina Michels jedem einen wunderschönen Stein als Erinnerung an die Stadtführung!

Als nächstes hatte die Gruppe einen Halt am Marstall gemacht, der 1467 erbaut wurde.

Dann ging es zum Denkmal des Großen Kurfürsten, der im 17. Jahrhundert Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen war.

Danach ging es zu der Stelle, wo früher die jüdische Synagoge stand, die am 9. November 1938 von den Nationalsozialisten niedergebrannt wurde. Auf den Tafeln stehen die Namen der Juden, die von den Nazis getötet worden sind.

Auf dem Plan stand der Narrenbrunnen, der an die Tradition des Karnevals in Kleve erinnert, den es in Kleve schon über 600 Jahre gibt. Da hatten die Kinder so viel Spaß, dass sich einige sogar freiwillig "getauft" haben.

Die Gruppe näherte sich dem Denkmal - Toter Krieger, das für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges aus Kleve 1934 vom Bildhauer Ewald Mataré errichtet und von den Nazis zerstört und verscharrt wurde. Da kann man nur staunen, dass rund 40 Jahre später die Teile des Kunstwerkes zufällig bei Bauarbeiten wiedergefunden und wiederaufgebaut wurden.

Von da ist die Gruppe zur Versöhnungskirche gegangen, wo die Frauengruppe unter der Leitung von Frau Hagendorn Kaffee und andere Getränke mit Keksen reichten. Danke!

Ein schöner Ausklang!!!
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