Funkstille ist fehl am Platz

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In der Kasse der Stadt Kleve fehlen 428 000 Euro, die ein Mitarbeiter unterschlagen haben soll. (Foto: Lupo / pixelio.de)
Kleve: Rathaus | So so, da sind sie endlich richtig ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, die 428 000 Euro, die ein Mitarbeiter der Stadt Kleve unterschlagen haben soll. Bisher hat die Stadt Kleve zu dem Vorfall offiziell keine Stellung bezogen - keine Pressekonferenz gegeben oder sich sonstwie geäußert. Kein Wunder, dass in den vergangenen Monaten die Gerüchteküche kochte. 428 000 Euro - das Geld der Steuerzahler und Bürger der Stadt Kleve ist erst mal weg, das sagt auf jeden Fall die Staatsanwaltschaft.

Keine Frage, auch in der Verwaltung arbeiten nur Menschen. Und auch die Tatsache, dass der Mitarbeiter geschützt werden sollte, lässt sich nachvollziehen. Trotzdem haben die Bürger dieser Stadt ein Recht darauf zu erfahren, wenn etwas so Gravierendes schief läuft.

Der Klever Fall ist ja nicht der erste und wird sicher auch nicht der letzte sein, aber die Verantwortlichen sollten sich in Sachen Informationspolitik doch einmal gehörig Gedanken machen. Warum hat die Stadt Kleve keinen Pressesprecher? Einen Jemand, der Rede und Antwort steht - auch dann, wenn es um unangenehme Fragen geht. Geht doch beim Kreis auch. 428 000 veruntreute Euro sind schon für sich genommen eine Hausnummer - Funkstille ist da völlig fehl am Platz.
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2 Kommentare
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Willi Heuvens aus Kalkar | 09.12.2012 | 13:41  
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Bernhard Ternes aus Marl | 09.12.2012 | 23:26  
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