Muharem Mujkanovic ist ein Bienenflüsterer

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Der Bienenflüsterer in Aktion. (Foto: Azra Kuno)

Muharem Mujkanovic liebt seine Bienen. Sie machen ihn glücklich, ohne sie könnte er nicht leben. Fast jede freie Minute verbringt er im Garten hinter dem Haus in Brambauuer, wo die Bienenstöcke stehen. „Er ist ein Bienenflüsterer“, sagt seine Tochter Azra Kuno schmunzelnd.

Wenn der 72-Jährige zu seinen Bienen geht, trägt er keine Imkerhaube oder ähnliches, nur manchmal einen Hut. „Sie sind friedlich“, erzählt Muharem Mujkanovic, der Bienen hat, seit er ein zehnjähriger Junge in Bosnien war.
Es ist ihm ein Anliegen, darauf hinzuweisen, wie wichtig Bienen für den Menschen sind. Überlebenswichtig sogar! Denn schon Einstein hatte gesagt, dass der Mensch nur noch vier Jahre zu leben hätte, wenn die Bienen verschwinden würden. „Bienen bestäuben 80 Prozent der Pflanzen“, erklärt Muharem Mujkanovic. Und sind damit auch wichtig für Tiere und eben uns Menschen.

Viele Vorurteile gegenüber Bienen

Doch viele wissen das nicht, kennen die Unterschiede zwischen Bienen und Wespen nicht, was dann zu Vorurteilen führt. „Bienen sind braun-schwarz, Wespen gelb-schwarz. Bienen haben einen behaarten Körper, Wespen sind schlanker und glatt.“ Und ihre Speisepläne sehen gänzlich unterschiedlich aus. Während Bienen sich von Pollen und Nektar ernähren, mögen Wespen auch Fleisch und Süßes wie etwa Marmelade oder Kuchen. „Es sind Wespen, die sich aufs Grillgut oder das Frühstücksbrötchen stürzen“, weiß Azra Kuno.

Ihr liegen die Bienen ebenso am Herzen wie ihrem Vater. „Wir alle essen gerne Äpfel, mögen Blumen – das bringen uns die Bienen. Auch wenn wir in der Stadt leben, ist Natur wichtig.“ Das scheinen immer mehr Menschen zu verstehen, denn Stadt-Imkerei liegt voll im Trend. Gerade jüngere Leute und verstärkt auch Frauen werden zu Hobby-Imkern und „praktizieren“ auf dem Balkon, der Terrasse oder dem Dach mitten in der Stadt.

Muharem Mujkanovic gibt sein Wissen über Bienen gerne und kostenlos an den „Nachwuchs“ weiter und bildet neue Imker aus. Er sieht das als seinen Beitrag zur Gesellschaft an. Und in den über 60 Jahren, in denen Bienen ein wichtiger Teil in seinem Leben sind, hat sich einiges davon angehäuft. Wahrscheinlich ähnlich viel, wie seine Bienen Honig gesammelt haben!
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