Baustelle Bebelstraße: Kein Platz für Radler und Fußgänger

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GFL-Ratsherr Wolfgang Manns: "Große Umwege für Fußgänger und Radler".

Lünen-Süd. SPD, CDU und Getränkehändler Jochen Gefromm, der in dieser Sache bedenklicherweise gleichzeitig als Ratsherr wirkt, haben nach Ansicht der GFL-Fraktion dafür gesorgt, dass die Baustelle Bebelstraße um mindestens drei Monate länger dauern wird als nötig. Dafür solle der Steuerzahler auch noch 100.000 Euro extra zahlen. Für die GFL kommt es noch dicker: Für die gesamte Baustellenzeit, also winterbedingt vielleicht bis zu einem Jahr, werde die Bebelstraße für Fußgänger und Radfahrer gesperrt.

„Wenn das bürgerfreundlich sein soll, dann gute Nacht“, kritisiert GFL-Verkehrspolitiker Wolfgang Manns: „Fußgänger und Radfahrer müssen für die gesamte Zeit große Umwege in Kauf nehmen, die Senioren kaum zuzumuten sind. Hauptsache, die Lkw-Flotte des Getränkehändlers kann rollen. Es ist unglaublich, was die Alt-Parteien im Namen der Bürger vor Ort anrichten“, so Manns. Die Baustelle an der Kamener Straße habe gezeigt, dass sich Fußgänger und vor allem Radfahrer einen inoffiziellen Weg durch die Baustelle suchen. Das sei auch an der Bebelstraße zu befürchten. Manns: „Unbegreiflich, warum SPD und CDU diese ganzen Nachteile den Bürgern zumuten.“

Nordtunnel für 10 Mio. Euro unnötig

Die Fraktion der Wählergemeinschaft Gemeinsam Für Lünen hielt den Bau des Nordtunnels von Beginn an für unnötig. Er verschlinge mehr als 10 Mio. Euro und beschere dem Lüner Süden ohne einschränkende Maßnahmen für LKW bei der Errichtung des Vollanschlusses eine Verkehrslawine. Alternative Varianten wären wesentlich günstiger und sinnvoller für Lünen-Süd und alle Anwohner der Bebelstraße gewesen. Mit dem Geld hätte man echte Stadtentwicklung betreiben können, ärgert sich Wolfgang Manns, „aber SPD und CDU hatten nichts Besseres zu tun, als die Alternativ-Vorschläge der GFL schnell vom Tisch zu wischen ohne diese überhaupt ernsthaft geprüft zu haben“, so der GFL-Ratsherr weiter. Statt dessen hätten SPD und CDU den Bau eines zweiten Nordtunnels forciert, ohne sich frühzeitig um die Verkehrslenkung in dieser Riesenbaustelle zu kümmern. Nicht die Vernunft habe sich durchgesetzt, sondern die Große Koalition gegen alle Bedenken der Fachverwaltung. Hauptsache, die Lkw-Flotte des Getränkehändlers könne bestmöglich rollen. Und dies zu Lasten der Fußgänger und Radfahrer und auf Rechnung der Stadt und damit aller Steuerzahler.
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