SPD-Fraktion zur Neuordnung der Beratungslandschaft

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Diskussion um zukünftige Strukturen im Kreis Unna


Zur Neuorganisation der Beratungslandschaft im Kreis Unna ließ sich die SPD-Fraktion von dem Kreisdezernenten Rüdiger Sparbrod und dem Lüner Fachdezernenten Ludger Trepper eingehend über die unterschiedlichen Sichtweisen beider Fachexperten unterrichten.

Die Entscheidung über die künftigen Beratungsstrukturen muss noch in 2013 stehen. Die zwingende Notwendigkeit ergibt sich, weil sich ab 2014 zwei wesentliche Rahmen-bedingungen verändern: Zum einen steht die Verbraucherzentrale NRW e.V. als Träger für die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna nicht mehr zur Verfügung. Hiervon ist auch die Wohnberatungsagentur Lünen betroffen. Zum anderen wird ab dem 01.01.2014 eine Veränderung bei der Mitfinanzierung der Wohnberatungsagenturen durch die Pflegekassen stattfinden, die sich für den Kreis Unna sowohl personell als auch finanziell negativ auswirken wird.

Aufgrund diese Veränderungen und der sich abzeichnenden demografischen Entwicklung hält der Kreisdezernent eine Neustrukturierung der Beratungslandschaft im Kreis Unna für unverzichtbar. Vorgesehen ist eine Zentralisierung der Beratungsstellen in Kamen. Ludger Trepper plädiert hingegen für eine quartiersbezogene Beratung in den Städten, um auch die nachbarschaftlichen Hilfestellungen und Angebote einbeziehen zu können. Obwohl die Pflegestützpunkte erhalten werden sollen, kritisiert die SPD-Fraktion die Zentralisierung und hält gerade wegen der demografischen Entwicklung eine weitere Dezentralisierung – die auch von dem Lüner Fachdezernenten präferiert wird - für den richtigen Weg.

„Das politische Ziel muss sein, die Menschen solange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung zu belassen“, so Rolf Möller, Vorsitzender der SPD-Fraktion. Da aber die Aspekte der Finanzierung nicht außer Acht gelassen werden dürfen und die Formulierung der Gesamtberatung aus einer Hand eine sinnvolle Voraussetzung für eine Neustrukturierung sein kann, ist ein Abwägen über die eingebrachten Alternativen notwendig. Achim Schwarz machte bspw. den Vorschlag, drei Standorte zu belassen, wobei Lünen wegen der räumlichen Nähe den gesamten Nordkreis abdecken könnte. „Hier sind noch etliche Gespräche zu führen und einige Informationen nachzureichen“, betont Rolf Möller, „bevor die SPD-Fraktion ein endgültiges Votum abgeben kann“.

Petra Klimek
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