Landesmuseum für Kunst und Kultur ab 2014 in neuem Glanz - Sonderausstellung "Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London 1950-80"

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Alt- und Neubau mit Markenzeichen des neuen LWL-Museums: die Spitze am Domplatz. (Foto: Elisabeth Deiters-Keul)
 
Euan Uglow, The Diagonal, 1971-77, Estate of John Paul Getty Jr. (Foto: © Estate of Euan Uglow / Courtesy of Browse and Darby Ltd)

Mit einem Neubau präsentiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster im kommenden Jahr: Nach mehrjährigem Umbau öffnet das Kunstmuseum in der Westfalenmetropole ab 20. September 2014 die Türen. Damit verbunden ist die Neupräsentation der Sammlung aus 1.000 Jahren Kunst und Kulturgeschichte.

Kurz darauf am 8. November folgt die erste Sonderausstellung "Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London von 1950-1980". Dafür hat das Museum eine Ausstellung internationaler Künstler der Malerei der Moderne gewählt.
7.500 Quadratmeter Platz für Kunst und Kultur ab 20. September 2014
Nach den Entwürfen von Staab Architekten Berlin erhielt das LWL-Museum in den vergangenen Jahren einen neuen Anbau. Verbunden mit dem Altbau von 1908 erweitert sich die Ausstellungsfläche um 1.800 Quadratmeter auf insgesamt 7.500 Quadratmeter. In 51 Ausstellungsräumen präsentiert das Museum seine überregional bedeutende Sammlung auf modernstem Standard völlig neu. Etwa 1.000 Exponate können in den neuen Räumen durch Staabs sensiblen Umgang mit Architektur und Kunst ihre Pracht entfalten. Einige von ihnen werden erstmals gezeigt.
Markant sticht bereits von außen der spitz zulaufende Raum an der Nordseite hervor, der im Inneren Steinskulpturen aus dem Mittelalter beherbergt. Charakteristisch für den Bau sind sechs Meter hohe Fenster, die den Blick aus dem Inneren und in das Innere des Museums freigeben. Der Altbau mit dem großzügigen Lichthof ist sanft mit dem Neubau verbunden, was erstmalig einen geschlossenen Rundgang durch das Museum ermöglicht.
Im Erdgeschoss zeigt sich die von Staab Architekten entworfene "Architektur der Höfe": Über eine Sequenz von vier Höfen - den Vorplatz an der Rothenburg, den offenen Patio, das innere Foyer mit gut 14 Metern Raumhöhe und den Vorhof am Domplatz - entsteht eine durchgehende Verbindung von Süden nach Norden, die eine neue und öffentlich zugängliche Passage im Stadtraum bildet.
Ab dem 20. September 2014 ist das LWL-Museum für Kunst und Kultur wieder geöffnet. Am gesamten Eröffnungswochenende bietet das LWL-Museum für Kunst und Kultur einen Blick in das neue Ausstellungshaus, umrahmt von einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm.

Die Ausstellung zur Wiedereröffnung

Das nackte Leben. Von Bacon bis Hockney. Malerei in London 1950-80
8. November 2014 bis 22. Februar 2015
Eine internationale Gruppenschau eröffnet sieben Wochen nach der Wiedereröffnung das neue Ausstellungsprogramm des LWL-Museums für Kunst und Kultur.
Die erste große Sonderausstellung widmet sich vom 8. November 2014 bis zum 22. Februar 2015 der figurativen Malerei in London mit Arbeiten von Francis Bacon, Lucian Freud, Frank Auerbach, Leon Kossoff, David Hockney, Richard Hamilton und anderen. Rund 100 Arbeiten von 15 Künstlern zeigen in großem Umfang den künstlerischen Dialog, der in London ab den 1950er Jahren begonnen hatte und über drei Jahrzehnte andauern sollte. In dieser Zeit entstand auch das jüngst zum Rekordpreis von 106 Millionen Euro versteigerte Bacon-Triptychon "Three Studies of Lucian Freud", das die enge Künstlerbekanntschaft zwischen Bacon und Freud widerspiegelt. Das Hauptanliegen der Künstler war es, die Lebenssituation, die sie umgab, künstlerisch zu reflektieren. Diese schien - noch immer beeinflusst durch die Folgen des Krieges - zugleich prekär und aufregend.
Auf rund 1.000 Quadratmetern wird die Ausstellung das Schaffen der Künstler aus den frühen Jahren an den Londoner Kunsthochschulen bis hin zu späteren Produktionen, die noch immer die heutige Kunst beeinflussen, zeigen. Porträts, Aktdarstellungen, Interieurs und Stadtansichten werden chronologisch präsentiert, beginnend mit der Situation in London in den 1950er Jahren, um so diese bemerkenswerte Neuerfindung figurativer Kunst abzubilden. Kuratiert wird die Ausstellung von Catherine Lampert, ehemals Senior-Kuratorin an der Hayward Gallery, London und Direktorin der Whitechapel Art Gallery, London, und Dr. Tanja Pirsig-Marshall, Kuratorin für das 20. Jahrhundert am LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster.
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