Weltwassertag 2015: Es bleibt viel zu tun

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Sauberes Trinkwasser ist seit 2010 von der UN Vollversammlung als Menschenrecht anerkannt. Der Schutz unserer Wasserressourcen, die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und eine angemessene Sanitärversorgung sind für ein gutes Leben weltweit zentral.

Laut einem UNO-Bericht werden 45 Länder in diesem Jahr das Millenniums-Entwicklungsziel für Trinkwasser nicht erreichen, 20 davon in Afrika.
Und auch in Deutschland ist der Wasserschutz noch lange nicht ausreichend, nachhaltiger Gewässerschutz muss auch hier dringend gestärkt werden.
Ein großer Teil unserer Oberflächengewässer enthält so viel Phosphat, Nitrat und Quecksilber, dass der gute ökologische und chemische Zustand in weiter Ferne liegt. Durch große Nitratbelastung ist ein Viertel aller Grundwasserkörper in einem schlechten chemischen Zustand.
Zu den Hauptverschmutzern des Grund- und Oberflächenwassers in Deutschland, Europa und weltweit gehört die industrielle Agrarwirtschaft mit ihren hohen Nitrat- und Pestizideinträgen.
Drei Viertel des Trinkwassers in Deutschland werden aus Grundwasser gewonnen, wobei mehr als die Hälfte der Grundwassermessstellen inzwischen besorgniserregende Nitratbelastungen aufweise. Die Hauptursachen dafür seien zu lasche Umweltgesetze, die Überdüngung mit Gülle aus der Massentierhaltung und Maismonokulturen. Geeignete Gegenmittel sind die Umstellung auf eine umwelt- und tiergerechte Landwirtschaft sowie in einem strengeren Düngerecht.

Weltwassertag


Der Weltwassertag wird seit 1993 jährlich am 22. März begangen. Er steht in jedem Jahr unter einem anderen Thema. Der Weltwassertag ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Die UN-Generalversammlung hat den Weltwassertag in einer Resolution vom 22. Dezember 1992 (A/RES/47/193) ausgerufen.

2015, im Jahr der Verabschiedung der neuen globalen Ziele nachhaltiger Entwicklung, wird der Weltwassertag unter dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung" stehen. Verantwortlich ist das UN-Entwicklungsprogramm UNDP, in Zusammenarbeit mit UNESCO, UN-HABITAT, UNEP und UN-DESA.
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