* Attac fordert Teil-Schuldenerlass für Griechenland

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(Foto: Attac)

Das globalisierungskritische Netzwerk Attac hat die Einlassungen aus der
Bundesregierung und aus den Parteien zur Euro-Mitgliedschaft
Griechenlands als empörende und undemokratische Einmischung in den
griechischen Wahlkampf kritisiert. "Wenn Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble droht, Griechenland aus der Gemeinschaftswährung ausscheiden zu
lassen, riskiert er damit den Staatsbankrott Griechenlands.

Auch die unverhohlene Drohung von EU-Kommissar Jean-Claude Juncker gegenüber den griechischen Wählerinnen und Wählern ist unerträglich", sagte Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.
Nachdem das Geld der Troika-Bankenrettungspolitik zum größten Teil bei
den Banken und anderen privaten Gläubigern gelandet ist, bürgen jetzt
die Steuerzahler hierzulande und in anderen EU-Staaten. Roland Süß
weiter: "Der Grexit und der damit verbundene Zahlungsausfall würden den
Bundeshaushalt allein durch die EFSF/ESM-Bürgschaften und Anteile im
EZB-System mit rund 75 Milliarden Euro belasten. Schon deshalb muss die
Bundesregierung, wenn die Griechen am 25. Januar die
Schwesterpartei der CDU/CSU in ihrem Land abwählen, bereit
sein, die Troika-Programme mit der linken Syriza neu zu verhandeln."


Attac unterstützt die Syriza-Forderung nach einer europäischen
Schuldenkonferenz, wie sie 1953 für Deutschland durchgeführt wurde.

Werner Rätz, ebenfalls Mitglied im bundesweiten
Attac-Koordinierungskreis: "Jeder weiß, dass Griechenland nie und nimmer alle Schulden zurückzahlen kann und dringend eine Erleichterung braucht, um gegen die Krise handlungsfähig zu werden. Ein geordneter Teil-Erlass und ein Ende der destruktiven Kürzungspolitik wären das Vernünftigste. Gerade Deutschland steht in der Verantwortung, dafür den Weg frei zu
machen."

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