Tag der offenen Tür in der Scharounschule in Marl Drewer am 19. August

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    Die Scharounschule Marl – eine Ikone der modernen Architektur und des organhaften Bauens des Architekten Hans Scharoun – erstrahlt in neuem Glanz. Das denkmalgeschützte Schulgebäude wurde umfassend saniert und wird am 19. August mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür offiziell wieder eröffnet. Dann können sich Besucher selbst davon überzeugen: In diesem Schulgebäude werden Architektur und Lernen zum Erlebnis!

„Wir freuen uns, dass die fachgerechte Sanierung unserer Scharounschule abgeschlossen ist und dieses architektonische Schmuckstück dauerhaft als einzigartiger Ort des Lernens und der Begegnung erhalten werden konnte“, sagte die Erste Beigeordnete Dr. Barbara Duka bei der Präsentation des rundum erneuerten Gebäudes, das jetzt von der städtischen Musikschule und der Aloysius-Grundschule genutzt wird. Insbesondere die Erneuerung der Aula – sie gilt als „kleine Schwester“ der von Scharoun erbauten Philharmonie Berlin – eröffne „zusätzliche Perspektiven, das Profil der Scharounschule als musisches und kulturelles Zentrum zu schärfen“.

Tag der offenen Tür

Mit einem Tag der offenen Tür wird die Scharounschule am 19. August offiziell der Öffentlichkeit übergeben.

Nach dem Festakt in der Aula (11 Uhr), zu dem in Vertretung von Michael Groschek, NRW-Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Staatssekretär Michael von der Mühlen erwartet wird, präsentieren die städtische Musikschule und die Aloysius-Grundschule von 15 bis 18 Uhr in ihren Räumlichkeiten u.a. musikalische Beiträge, Theater, Märchen und vieles mehr. Wer mehr über die Architektur und Sanierung der Scharounschule erfahren möchte, kann an fachkundigen Führungen teilnehmen. Für kleine Speisen und Getränke sorgt der Förderverein der Aloysiusschule. Beim Gala-Abend (19 Uhr) in der Aula spielen Dozentinnen und Dozentin der Musikschule Top-Hits der Klassik und der Pop-Musik. Wegen des begrenzten Platzangebotes in der Aula ist eine Teilnahme am Festakt und am abendlichen Gala-Konzert nur mit Anmeldung möglich.

Chronologie


1960
Der Architekt Hans Scharoun erhält den Auftrag, eine Volksschule im damaligen Neubaugebiet in Marl-Drewer zu entwerfen.
Scharoun hatte zuvor beim Architektenwettbewerb für das Rathaus der Stadt Marl (1957/58) den 2. Platz belegt.

1964
Nach einer Planungsphase von vier Jahren wird am 26.08. 1964 an der Westfalenstraße der Grundstein für das neue Schulgebäude gelegt.

1968
Der erste Bauabschnitt mit den Klassenräumen ist bezugsfähig.

1969
Die Aula und die Turnhalle werden fertiggestellt. Die Aula gilt als „kleine Schwester“ der nach Plänen von Scharoun erbauten Philharmonie Berlin.

1971
Das Schulgebäude wird einschließlich der Außenanlagen an die Stadt Marl übergeben.
Es wird in den folgenden Jahren als Volksschule, Grund- und Hauptschule sowie für die gemeinsame Oberstufe der Martin-Luther-King- und der Willy-Brandt-Gesamtschule genutzt.

2003
Die Stadt Marl beauftragt das Architekturbüro Pfeiffer Ellermann Preckel (Münster) mit einem Gutachten zur Ermittlung der Kosten für die denkmalgerechte Sanierung des Schulgebäudes.

2004
Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Marl beschließt am 10.03.2004 die Aufnahme der ehemaligen Volksschule in die Denkmalliste der Stadt Marl.

2005
Der Bund Deutscher Architekten Ruhrgebiet hält am 24.11.2005 seine Jahreshauptversammlung in der leerstehenden Schule ab. Thema ist u.a. die Zukunft des Schulgebäudes.
Engagierte Marlerinnen und Marler gründen am 5.12.2005 den Initiativkreis Scharoun-Schule, der sich für den Erhalt des baugeschichtlich wertvollen Schulgebäudes einsetzt. Fachliche Unterstützung erhält der Initiativkreis von namhaften Architekten und Städteplanern aus dem In- und Ausland.

2006
Der Wirtschaftsplan des (damaligen) städtischen Immobilienbetriebs sieht für 2007 und die folgenden Jahre insgesamt 7 Mio. Euro für die Sanierung der Scharounschule vor.

2007
Die Musikschule der Stadt Marl erhält in der Scharounschule ihr neues Domizil.

2008
Unter dem Motto „Scharoun. Schule. Stadt“ veranstalten das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, der Bund Deutscher Architekten Ruhrgebiet, das Kunsthistorische Institut der Ruhr-Universität Bochum, der Initiativkreis Scharounschule und die Stadt Marl das 1. Marler Symposium zum Thema „Lernraum. Schule“ mit Vorträgen, einer Ausstellung zur Schularchitektur von Hans Scharoun und Exkursionen zu wegweisender Architektur in Marl (15.5. bis 13.6.2008).
Das Schulgebäude heißt jetzt auch offiziell „Scharounschule“.
Am 13.11. 2008 beschließt der Rat der Stadt Marl ein Gesamtkonzept zur Nutzung der Scharounschule in Verbindung mit der städtebaulichen Gesamtentwicklung.

2009
Der Rat der Stadt Marl vergibt den Auftrag für die Generalplanung zur Sanierung der Scharounschule an das Architekturbüro Pfeiffer Ellermann Preckel. Für die Sanierung werden ca. 9 Mio. Euro veranschlagt.

2010
Der Bund Deutscher Architekten, der Initiativkreis Scharoun-Schule und die Stadt Marl veranstalten das 2. Marler Symposium zum Thema „Lernraum. Schule“ in der Scharounschule.
Die Sanierung der Scharounschule beginnt mit der Erneuerung der komplexen Dachlandschaft, der Erstellung von Musterbauteilen und der Entkernung von drei Gebäudeelementen („Waben“) mit jeweils vier Klassenzimmern. Die städtische Musikschule verlegt ihren Unterricht in weniger sanierungsbedürftige Räume.

2012
Der Deutsche Werkbund NW und der Initiativkreis Scharounschule veranstalten in Kooperation mit der Stadt Marl eine Werkstatt-Tagung zur Architektur in Marl unter Einbeziehung der Scharounschule.
Die PCB-Sanierung (Brandschutzanstrich an Stahlträgern) und zwei Firmeninsolvenzen verursachen Mehrkosten von ca. 1,2 Mio. Euro.

2015
Die städtische Musikschule zieht in ihre endgültigen Unterrichtsräume um (März). Am 13. April nimmt die katholische Aloysius-Grundschule den Unterricht in ihren neuen Räumen in der Scharounschule auf.

Die Sanierung der Aula und der Turnhalle wird Anfang August abgeschlossen.
Am 19. August 2015 wird die umfassend und denkmalgerecht sanierte Scharounschule in Marl im Rahmen eines Festaktes, eines Tages der offen Tür und eines Galakonzertes der Öffentlichkeit übergeben.
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