"Soziale Arbeit der Zukunft"

Anzeige
Über die Eröffnung des Quartiersbüros freuten sich (v.l.) Henric Peeters, Geschäftsführer des Caritasverbandes, Tanja Reckers, Quartiersmanagerin, Dirk Ulrich, Projektleitung, und Bürgermeister Christoph Fleischhauer. (Foto: Pressestelle Moers)

Seit August letzten Jahres tut sich etwas im Moerser Stadtteil Rheinkamp. Ein Quartiersbüro soll helfen, den Stadtteil zu einem „altengerechten Quartier“ zu entwickeln.

Der Anfang ist gemacht. Das Quartiersbüro Rheinkamp, das Anlaufstelle für die Stadtteile Rheinkamp-Mitte, Eick-West und Utfort ist, öffnete seine Türen und wird ab sofort zur Anlaufstelle für Senioren.

Tanja Reckers, Mitarbeiterin beim Caritasverband Moers-Xanten wird den Senioren mit Rat und Tat zur Seite stehen: „Es sind schon viele hier vorbei gegangen, aber die meisten trauen sich noch nicht herein. Der Begriff ‚Quartiersbüro‘ ist vielleicht auch etwas sperrig“.

Um dem entgegen zu wirken, geht Reckers aktiv zu den verschiedenen Angeboten der AWO und der naheliegenden Kirchengemeinden, um auf das Quartiersbüro aufmerksam zu machen: „Viele denken bei Caritas nur an Pflege“, erläutert Reckers eine weitere Problematik.

Nach der Eröffnung soll das Quartiersbüro aber immer mehr Menschen ein Begriff werden. Das Projekt konnte sich gegen andere Projekte aus Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Schermbeck durchsetzen und wird zur Hälfte finanziert über Fördermittel des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW und zur Hälfte vom Caritasverband.
Henric Peeters, Geschäftsführer des Caritasverbandes, sagt, dass das Quartiersbüro einen Blick in die Zukunft erlaubt: „So wird soziale Arbeit wahrscheinlich in der Zukunft aussehen. Und letzten Endes geht es auch nicht nur um die Senioren, denn wenn es Oma und Opa gut geht, geht es auch den Enkelkindern gut“.

Den Einstieg könne man durchaus als gelungen bezeichnen: „So voll wie jetzt wird es wahrscheinlich nicht immer werden“, sagt Peeters schmunzelnd, denn der kleine Raum des Quartiersbüros platzte fast aus allen Nähten.
Dirk Ulrich, Projektleiter, gibt einen kleinen Einblick in die Arbeit der nächsten Monate: „Die Taschengeldbörse, die sehr erfolgreich in Neukirchen-Vluyn läuft, soll auch in den Moerser Norden gebracht werden.
Ein weiteres Projekt ist mit der Gesamtschule geplant. Peeters weist zudem noch auf die Besonderheit des Projekts hin: „Es geht nicht darum, dass wir etwas vorgeben, was dann gemacht werden muss. Die Beteiligten vor Ort, Menschen, die hier wohnen, entscheiden was gemacht wird".
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.