Stärkung der Forschungs-Hochburg Mülheim - Max-Planck-Institut freut sich auf den Spatenstich für umfangreiche Neubauten

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Mülheim an der Ruhr: Max-Planck-Institut |

Mülheim macht seinem guten Ruf als „Forschungsstadt“ weiterhin alle Ehre. Und hier nimmt das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion an der Stiftstraße eine exponierte Position ein.

Am kommenden Dienstag wird ein zusätzlicher Meilenstein zur Ausweitung der Spitzenforschung auf dem Gebiet der chemischen Energiekonversion gesetzt. Dann nehmen Oberbürgermeister Ulrich Scholten und der Geschäftsführende Direktor des Instituts, Prof. Robert Schlögl, den ersten Spatenstich für umfangreiche Neu- und Erweiterungsbauten statt.

Willi Schlamann, Technischer Betriebsleiter, hat unsere Redaktion schon einmal vorab über die Baustelle geführt, mit Händen, Mund und Füßen verdeutlicht, wo demnächst was gebaut wird. Nach der Emeritierung von Professor Wolfgang Lubitz im letzten Monat sollen die drei bestehenden Abteilungen zukünftig um eine weitere ergänzt und die Mitarbeiterzahl von derzeit 250 auf 400 aufgestockt werden. „Das ergibt eine deutliche räumliche und personelle Vergrößerung“, erläutert Schlamann in unserem Gespräch.

Keine "Kaffeesatzleserei"

Bestandgebäude werden umgebaut, Neubauten auf der gegenüberliegenden Seite der Stiftstraße kommen hinzu. Es entstehen dann vier neue Gebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 4500 Quadratmetern für Werkstätten, Büros und Laborflächen. Durch Sonderfinanzierungen und Fördermittel des Landes NRW werden insgesamt 40 Millionen Euro investiert.

„Wann alle Maßnahmen endgültig abgeschlossen sind, kann ich nicht genau sagen“, so Schlamann, „das wäre Kaffeesatzleserei.“ Die Bauten auf dem eigenen Gelände werden zügig vorangehenden, die auf der gegenüberliegenden Seite bedürfen noch einer Änderung des Bebauungsplanes seitens des Stadtrats. Aber auch hier, so der Technische Betriebsleiter, seien alle Detailfragen geklärt und die notwendigen Vorbereitungen getroffen, um zeitnah die planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Konzept der Offenheit

Ein erster großer Schritt war der Abriss eines ehemaligen Wohnhauses des Instituts an der Ecke Stiftstraße / Höhenweg. Dort entsteht ein neues Gebäude für die Werkstätten sowie Laborflächen samt Versuchshalle. Und genau da findet am Dienstag auch der Spatenstich statt, zu dem sich hochrangige Vertreter des Landesministeriums für Kultur und Wissenschaft angekündigt haben.

Künftig wird das Institutsareal nördlich der Stiftstraße entlang der Kluse bis hin zur Dimbeck erweitert. Teile der Stiftstraße werden dabei in das Planungsgebiet mit einbezogen und in diesem Bereich für den Autoverkehr geschlossen. Dort entstehen zwei Neubauten für Büro- und Laborräume. Das Institut blickt auf jedem Fall optimistisch in eine gute Forschungszukunft, was auch unserer Stadt zugutekommt. Das Konzept der Offenheit wird nach wie vor beibehalten. Willi Schlamann: „Bürger können auch künftig ohne Absperrungen über den Campus laufen.“
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