Freundschaft, Verbrechen und Amsterdam

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Sechs ehemalige Schulfreunde unternahmen einen Trip nach Amsterdam. Anschließend schrieben sie gemeinsam ein Buch. (Foto: privat)

So sehr wie Paris als die Stadt der Liebe bekannt ist, so sehr scheint Amsterdam ihr Gegenteil zu sein. Eine Stadt des Lasters und Vergnügens, der Drogen und Prostitution. Genau dieses Image machen sich sechs Mülheimer nun in ihrem neu erschienenen Krimi zu eigen.

„Kommissar Rudy -Ämsterdäm“ - „Der Tod kam schnell!“ ist der erste Krimi sechs Mülheimer Freunde. Nach einem 30-jährigen Klassentreffen in Amsterdam wird der augenscheinlich beliebte Jules Schneider tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Ein brutal ermordeter Tourist, dessen Gesicht mit weißer und schwarzer Theaterfarbe bemalt ist - genau solch einen aufsehenerregenden Fall kann Komissar und Lebemann Antonius van Rudy gerade gar nicht gebrauchen; und Jules soll nicht der letzte Tote bleiben.
In den Grachten von Amsterdam beschäftigt das Team um van Rudy eine seltsame Mordserie, in der auch die Mitglieder der Band „Kiff“ nicht ganz unschuldig scheinen. Aber ob Kommissar van Rudy und seine Assistentin Mareike de Jong den Mörder schnappen, erfährt man natürlich erst ganz am Schluss.

Die Idee dahinter

Vorlage für den fiktiven Krimi war das Wiedersehen der sechs Mülheimer Autoren im Jahr 2014 auf dem Klassentreffen der Hauptschule an der Zunftmeisterstraße. Schon zu Schulzeiten, vor über 30 Jahren, waren die Sechs gut befreundet. „Nach dem Klassentreffen wollten wir den Kontakt nicht wieder abbrechen lassen. Die vier Männer unserer Gruppe waren schon früher große Fans der Band Kiss; so entstand die Idee, gemeinsam auf ein Konzert zu fahren“, erklärt Anja Scheidereiter, die den Anstoß für den Roman gab.
Gesagt, getan - Gemeinsam fuhren die sechs ehemaligen Schulkameraden nach Amsterdam zum Konzert. Hier wird auch klar, wieso Kommissar van Rudy und sein Team nicht in Amsterdam, sondern Ämsterdäm ermitteln. „Der Sänger von Kiss, Paul Stanley, sagte anstatt Amsterdam immer Ämsterdäm, das fanden wir zu gut und haben es übernommen“, so Scheidereiter. Spätestens hier werden auch die Verbindungen zu der Band „Kiff“ und der Theaterfarbe, mit der die Leichen bemalt werden, klar.

Ein Buch - sechs Autoren

Vom Konzert zurück in Deutschland angekommen, war sich Anja Scheidereiter sicher: „Das Erlebnis war zu toll, um es so stehen zu lassen.“ Die Anderen kamen auf die Idee, sie solle doch ein Buch darüber schreiben. Aus dem anfänglich spaßhaft gemeinten Vorschlag wurde schnell eine handfeste Idee.
Alleine wollte Anja Scheidereiter das Buch jedoch nicht schreiben. Sie dachte sich die Geschichte rund um Kommissar van Rudy aus und schlug dabei bewusst die Bezüge zu ihrem Amsterdamtrip. „Ich fing einfach an zu schreiben. Nach einer Weile gründete ich eine WhatsApp-Gruppe und ließ meine fünf ehemaligen Schulkollegen an meiner bisherigen Arbeit teilhaben“, erklärt Scheidereiter die Anfänge des Buches.
In der WhatsApp-Gruppe beteiligten sich schnell alle Sechs an dem Buch, wobei die Hauptautoren Anja Scheidereiter, Christian Heidemann und Siegfried Jahr waren. Jeder Autor brachte seinen eigenen Stil und seine Empfindungen mit ein. „Bis zum Schluss wusste keiner von uns wirklich, wie das Buch endet, da jeder das Buch mit seinen eigenen Ideen wieder in eine andere Richtung gelotst hat“, weiß Scheidereiter.

Zweiter Teil in Planung

Nach vielen ewig langen WhatsApp-Nachrichten war der Mordfall dann gelöst. Geplant war eine Veröffentlichung eigentlich nicht. Nun gibt es den humorisken Krimi allerdings doch auf www.amazon.de und www.epubli.de unter der ISBN 978-3-7375-5749-8 für einen Preis von 12,90 Euro zu kaufen. Auch ein zweiter Teil, in den man im aktuellen Krimi bereits Einblicke gewinnt, ist schon in Arbeit.
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