Öffentlicher Dienst streikt am Dienstag, 26. April

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Und schon wieder trifft es den öffentlichen Dienst: Am kommenden Dienstag, 26. April, ruft die Gewerkschaft Verdi zum Warnstreik auf. Heißt: Busse und Bahnen bleiben im Depot, Kitas öffnen nicht, das Bürgeramt ist zu und der Müll wird teils nicht entleert. Mehr dazu auf Seite 3. Foto: PR-Foto Köhring / PK

Die Gewerkschaft Verdi ruft am kommenden Dienstag, 26. April, zu einem ganztägigen Warnstreik im öffentlichen Dienst auf. In Mülheim sind das die Beschäftigten aus Stadtverwaltung, MST-Stadthalle, Mülheimer Seniorendienste, Mülheimer Verkehrsgesellschaft, Stadtentwässerung Mülheim und Mülheimer Entsorgungsgesellschaft.

Mit einem ganztägigen Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber verstärken, um so ein annehmbares Ergebnis in der nächsten Verhandlungsrunde am 28. und 29. April zu erreichen.

„Nach den vorliegenden Einschätzungen gibt es eine hohe Streikbeteiligung. Das Entgeltangebot der Arbeitgeber (ab Juni 2016 um 1 Prozent und Juni 2017 um 2 Prozent) macht die Beschäftigten sauer. Mit Anerkennung hat dies alles nichts zu tun. Ebenfalls stößt die durch die Arbeitgeber geforderte Eigenbeteiligung bei der betrieblichen Altersversorgung zu deutlicher Ablehnung bei den Beschäftigten. Die Rheinische Zusatzversorgung (RZVK) finanziert sich im Rahmen eines Umlageverfahrens durch die Arbeitgeber. Sie erfreut sich eines finanziell sehr guten Zustandes. Finanzielle Eigenbeteiligungen der Beschäftigten sind nicht erforderlich und werden abgelehnt“, so Henrike Greven, Verdi-Geschäftsführerin des Bezirks Mülheim-Oberhausen.

Die Stadt arbeitet - wie immer in solchen Fällen - an einem Notfallplan. Das Bürgeramt bleibt am Dienstag komplett geschlossen. Das Standesamt hat normal geöffnet, ebenso Sozialamt und Sozialagentur. Die Bürgeragentur in der Schollenstraße öffnet von 8 bis 17 Uhr. Das Kunstmuseum kann von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Die öffentlichen Stadtbibliotheken haben geschlossen, Medien können im MedienHaus zurückgegeben werden. Das städtische Friedrich-Wennmann-Bad hat wegen Fliesenreparatur ohnehin von Montag bis Mittwoch geschlossen. In dringenden Notfällen ist die Stadtverwaltung über die Rufnummer 0208 / 455-0 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es auch unter www.muelheim-ruhr.de.

Für die städtischen Kitas gilt, "dass alle Kinder, die betreut werden müssen, auch betreut werden". Dafür werden Notgruppen eingerichtet, die aber nicht unbedingt in der angestammten Kita sein müssen. "Alle betroffenen Eltern sind oder werden informiert", so Anke Degner, stellvertretende Stadt-Pressesprecherin. Eine Übersicht findet man auf der städtischen Homepage.

Auch bei der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft mbH (MEG) kommt es zu Behinderungen. So bleibt der Recyclinghof an der Pilgerstraße geschlossen und das Schadstoffmobil wird nicht in Eppinghofen am Standort Uhlandstraße stehen.
Bei der Abfuhr der Abfalltonnen (Grüne, Braune, Gelbe und Blaue) sind Ausfälle zu erwarten. Soweit die Leerung am Abfallabfuhrtag nicht erfolgt, bittet die MEG die Mülheimer Bürger, die Abfalltonnen am Straßenrand stehen zu lassen. Die nicht geleerten Abfalltonnen werden im Laufe der nächsten Woche geleert.
Auch die telefonische Erreichbarkeit der MEG kann eingeschränkt sein.

Die Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) macht ihre Fahrgäste darauf aufmerksam, dass während der Arbeitskampfmaßnahmen leider keine Nahverkehrsdienstleistungen in Mülheim zur Verfügung stehen.
Da es in den benachbarten Verkehrsunternehmen wie EVAG, DVG und STOAG ebenfalls zu Einschränkungen kommen wird, sind auch die städteübergreifenden Linien betroffen, wie zum Beispiel die Linien U18, Tram 104,112 und 901, oder auch die Buslinien 122, 129, 136, 151, 752 und 753. "Das Unternehmen bedauert diese Unannehmlichkeiten für seine Fahrgäste sehr."
Mit der S-Bahn erreicht man vom Hauptbahnhof aus Mülheim-West und Mülheim-Styrum sowie die Nachbarstädte Essen, Duisburg und Oberhausen.
Auch die MVG-KundenCenter sind während der Arbeitskampfmaßnahme geschlossen.
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