Bürger-Energie-Genossenschaft Ruhr-West nimmt ihre erste Photovoltaik-Anlage in Betrieb

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Kurt Essers, Peter Loef, Thomas Tschiesche, Volker Thiele, Werner Helmich und Klaus Müller freuen sich über die Inbetriebnahme der ersten Photovoltaik-Anlage durch die Bürger-Energie-Genossenschaften Ruhr-West. (Foto: PR-Foto Köhring/SH)

Alle sprechen über Klimaschutz und Energiewende. Die 74 Mitglieder der 2016 gegründeten Bürger-Energie-Genossenschaften Ruhr-West machen sie. Jetzt konnte die Genossenschaft auf dem Firmendach des Dachdecker-Meisters Kurt Essers an der Elbestraße im Speldorfer Hafen die erste Photovoltaik-Anlage in Betrieb nehmen.

„Jetzt haben wir das erste Projekt am Start und hoffen auf die Mund-zu-Mund-Propaganda“, sagt der Genossenschaftsvorstand und Projektleiter Dr. Volker Thiele.
Zurzeit plant und finanziert die Bürgergenossenschaft, die sich über jeden neuen Genossen freut, bereits zwei weitere Anlagen.

Genossenschaftsvorstand Peter Loef geht davon aus, dass man ein Drittel des örtlichen Energiebedarfs mit Photovoltaikanlagen abdecken könnte, wenn man gezielt alle dafür geeigneten Dächer nutzen würde. Große Dächer von Firmengebäuden eignen sich für die Montage von Photovoltaikanlagen besonders gut. Aber auch private Hausdächer kommen in Frage.

„Ich möchte mit meinem Beispiel andere Bürger dazu animieren, es mir gleichzutun“, sagt Kurt Essers, der selbst Gründungsmitglied der Bürger-Energie-Genossenschaft Ruhr-West ist. Auch beruflich haben seine Mitarbeiter und er schon manche Photovoltaikanlage auf Hausdächern montiert.

Nicht nur Firmen-Dächer kommen in Frage

Die 300 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage auf seinem Firmen-Dach mietet er von der Bürger-Energie-Genossenschaft für jährlich 3400 Euro. Dafür hat die Genossenschaft die Anlage geplant, finanziert und montiert. Außerdem kann sich Essers auf einer jährliche Energie-Einspeise-Vergütung von 2100 Euro und eine Stromeinsparung von 1400 Euro freuen. Natürlich tut seine Photovoltaik-Anlage auch dem Klima gut, in dem sie jährlich 15 Tonnen CO-2 einspart.

Die Anlage liefert ihm jährlich 7500 Kilowattstunden für den Eigenverbrauch und speist darüber hinaus 17.500 Kilowattstunden ins Stromnetz ein.

Genossenschaft braucht Verstärkung

Von den Mülheimer Bürgern wünschen sich die Genossenschaftsvorstände Loef, Thiele und Dr. Thomas Tschiesche, dass sie der Energiegenossenschaft mit einer Mindesteinlage von 250 Euro beitreten und, wenn möglich, ihr Dach für eine Photovoltaik-Anlage zur Verfügung stellen. „Damit unterstützen Bürger nicht nur die Energiewende. Sie profitieren auch wirtschaftlich von ihr“, betont Loef. Von der Politik wünschen sich die Vorstände der Bürger-Energie-Genossenschaft Ruhr-West, dass sie den Ausbau von Speichermedien für erneuerbare Energieträger fördert und die Produzenten der erneuerbaren Energie von der EEG-Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energieträger befreit. „Denn wer investiert, um zum Beispiele eine Photovoltaik-Anlage zu betreiben, der leistet schon einen finanziellen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende“, begründet Tschiesche die Forderung der Bürger-Energie-Genossenschaft Ruhr-West. Weitere Informationen zum Thema bietet die Internetseite: www.begrw.de Thomas Emons
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