Schulsanierung geht voran

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v.l.: Frank Buchwald (ImmobilienService), Ulrich Scholten (OB), Uwe Alex (Amt für Kinder, Jugend und Schule), UlrichBender (Stv. Schulleiter), Matthias Knospe (Technischer Leiter ImmobilienService). (Foto: PR-Foto Köhring/KP)

Nach dem es Probleme mit der ersten Baufirma gab und die Schulbaustelle Otto-Pankok-Gymnasium nach den Sommerferien 2015 neun Monate brach lag, konnten der Chef des städtischen Immobilienservice, Frank Buchwald und dessen Technischer Leiter Matthias Knospe jetzt vor Ort zeigen, dass es mit den Bau- und Sanierungsarbeiten an der Von-Bock-Straße vorangeht.

Auch Oberbürgermeister Ulrich Scholten machte sich bei der Ortsbegehung ein eigenes Bild, weil er „den guten Zustand unserer Schulen als Teil der Wirtschaftsförderung“ begreift. Denn der Zustand unserer Schulen und Kindertagesstätten, so der OB, sei für Fachkräfte und ihre Familien ein wichtiges Kriterium, für ihre Entscheidung, ob sie bereit seien, nach Mülheim zu ziehen.

Die Brandschutzmaßnahmen und die Sanierung der vorhandenen Aufzuganlagen konnten bereits abgeschlossen werden. Die Sanierung der Fassaden hat begonnen, während die Sanierung der Trinkwasserleitungen noch aussteht. Allein in den Sommerferien wurden Baumaßnahmen in einem Kostenvolumen von 500.000 Euro umgesetzt. Die Gesamtkosten prognostizieren Buchwald und Knospe auf rund 20 Millionen Euro. Zusätzlich müssen 2,8 Millionen Euro in die Anmietung von Schulcontainern investiert werden, wenn der naturwissenschaftliche Trakt der Otto-Pankok-Schule abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wird.

Standort wird langfristig gesichert

Auch wenn Schulleiter Ulrich Stockem keinen Zweifel daran lässt, dass die Baumaßnahmen während des laufenden Schulbetriebs für Schüler und Lehrer eine Belastung darstellen, beflügelt nicht nur ihn „die Aussicht auf eine schöne Zukunft, die an dieser Schule für die nächsten 30 Jahre greift.“ Überhaupt sieht er die Investitionen der Stadt als einen Beweis dafür, dass der Standort Otto-Pankok-Schule nicht mehr in Frage gestellt wird.

Buchwald und Knospe dankten denn auch beim Ortstermin ausdrücklich für die Geduld und das Verständnis der Schulgemeinschaft. Sie versicherten bei den weiteren Bauarbeiten, Rücksicht zu nehmen, und insbesondere während der Abiturprüfungen zwischen den Oster- und Sommerferien „auf der Baustelle kürzer zu treten.“ Lärmintensive Abriss- und Neubauarbeiten würden in den Sommerferien ausgeführt.

Weitere aktuelle Baustellen der Schullandschaft

Auch wenn der städtische Immobilienservice zurzeit keinen genauen Zeitfahrplan nennen kann, da die Politik erst am 24. Oktober 2016 über die Planungsvergabe entscheidet, gehen Buchwald und Knospe davon aus, dass die gesamte Baumaßnahme am Otto-Pankok-Gymnasium voraussichtlich 2020 abgeschlossen werden kann.

Auch an anderen Mülheimer Schulen wurde und wird derzeit gebaut und saniert. Allein 500.000 Euro wurden investiert, um während der Sommerferien Türen und Wände für den Brandschutz zu ertüchtigen, eine neue Brandmeldeanlage zu errichten und eine Fluchttreppe als zweiten Rettungsweg anzulegen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei 1,58 Millionen Euro.

Am Berufskolleg Stadtmitte (Standort Von-Bock-Straße) werden bereits seit 2014 das Dach, die Trinkwasserleitungen und der Brandschutz saniert. Gesamtkosten 2,62 Millionen Euro. Die zeitgleich am Berufskolleg-Standort Kluse begonnene Sanierung der Aula, der Trinkwasserleitungen und des Brandschutzes sollen 2017 abgeschlossen werden und insgesamt 4,52 Millionen Euro kosten.

Die zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzte Schulturnhalle an der Lehnerstraße soll für 80.000 Euro saniert werden. Vorgesehen sind Sanitär,- Trockenbau,- Maler- und Elektroarbeiten. Die Bauarbeiten können aber erst nach der Freigabe der Turnhalle durch das Land beginnen. Wenn alles nach Plan geht, soll die Turnhalle nach den Herbstferien wieder für den Sportunterricht genutzt werden können. Die ebenfalls zwischenzeitlich als Flüchtlingsunterkunft genutzte Sporthalle an der Ernst-Tommes-Straße kann bereits seit Montag wieder für den Sportunterricht genutzt werden. Sie wurde mit Unterstützung des Stromversorgers RWE für 63.000 Euro modernisiert.

Die Turnhallen an der Nordstraße, am Klostermarkt, an der Barbarastraße und am Krähenbüschken werden für insgesamt 345.000 Euro unter anderem mit neuen Fußböden, einem neuen Prallschutz und einer neuen Deckenbeleuchtung ausgestattet. Außerdem werden die Turnhallendächer überprüft und modernisiert. Die Baumaßnahmen an der Nordstraße sollen bereits Ende September abgeschlossen sein. Mit Blick auf die drei anderen Turnhallen rechnet der Immobilienservice erst gegen Ende der Herbstferien mit einem Abschluss der Baumaßnahmen. Thomas Emons
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