Mülheimer Jäger retten Rehkitze

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Jetzt werden die ersten Rehkitze geboren. (Foto: Foto: I. Erfmeier)

Jetzt ist die Zeit, in der die ersten Rehkitze geboren werden. Zeitgleich mähen die Landwirte ihre Wiesen zur Heuernte. Die Kitze werden von den Muttertieren, den Ricken, häufig im hohen Gras abgelegt. Deshalb ist die Gefahr groß, dass dabei die abgelegten Tiere durch das Mähwerk getötet oder so schwer verletzt werden, dass sie qualvoll verenden.

Wie auch in den letzten Jahren informiert Metzger und Landwirt Thomas Jakob regelmäßig die Mülheimer Jäger, bevor er seine Wiesen mäht. Da das Mähen der Wiesen vom Wetter abhängt, muss sehr kurzfristig reagiert werden. Durch ein enges Netzwerk finden sich aber immer wieder genug Jäger, Natur- und Tierfreunde ein, die zusammen mit Jakob dessen Wiesen am Vorabend abgehen und nach den Kitzen suchen.

Selbst wenn keines gefunden wird – die Witterung der Menschen und Hunde sowie in die Wiese gestecktes Flatterband hält die Ricken davon ab, ihre Kitze dort abzulegen. Der Erfolg gibt Thomas Jakob Recht: In den letzten Jahren hat er auf seinen Wiesen kein einziges Kitz ausgemäht.

An dieser Stelle weist die Kreisjägerschaft Mülheim nochmals darauf hin, dass besonders in der jetzigen Brut- und Setzzeit freilaufende Hunde eine große Gefahr für alle wilden Jungtiere darstellen. Wer alleine auf scheinbar verwaiste Jungtiere trifft, sollte diese auf gar keinen Fall anfassen. Dies führt in jedem Fall dazu, dass die Mütter ihre Jungen nicht mehr annehmen. Ist ein Tier verletzt, hilft ein Anruf beim zuständigen Jagpächter, der Stadt Mülheim oder der Polizei.

Die Kreisjägerschaft freut sich über weitere Beteiligung durch Naturfreunde. Wer die Kitzrettung unterstützen möchte, wendet sich bitte an die Kreisjägerschaft Mülheim per E-Mail an info@muelheimer-jaeger.de oderunter Tel. 487194.
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