Verschwörung an der Ruhr

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Verschwörung an der Ruhr, Operation EHfS (Bitte nicht ernst nehmen)
Langsam durchbrach das Dröhnen eines Hubscharaubers das monotone Rauschen des Regens. Es war ein perfekter Tag für eine weitere Operation gegen die störenden Objekte der Stadt. Es waren nur wenige Menschen bei dem Wetter unterwegs, daher verbreitete sich die Nachricht der Hubschrauber und der vielen Polizeiwagen im zivilen Frühwarnsystem FaBo zwar immer noch schnell, aber langsam genug für die Sicherheitskräfte um sich zu positionieren.
Natürlich haben sie damit gerechnet, dass das Frühwarnsystem anschlägt, immerhin hatten sie es schon seit einigen Wochen unter Beobachtung.
Ein abgedunkelter Raum irgendwo in der Stadt...
"Die ersten Phasen für Operation EHfS waren größtenteils erfolgreich. Die Gesellschaft akzeptierte die Steuererleichterungen für die Leerstände und hat die Mieten hochgeschraubt. Auch die Verkehrsberuhigung zeigte Erfolg. Die Gewerbesteuer ist zwar noch etwas niedrig, aber da müssen wir langsamer vorgehen."
"Aber es geht mir noch zu langsam, wir müssen uns etwas einfallen lassen, aber niemand darf uns auf die Schliche kommen."
"Keine Sorge ich kümmere mich darum."

Während die Sicherheitskräfte die Stadt abriegeln, können die wenigen Fußgänger in der Stadt scheinbar die Dreharbeiten zu "S.W.A.T. - Einsatz Wall Street" im wichtigsten Finanzzentrum sehen.
Beim zivilen Frühwarnsystem FaBo überschlagen sich derweil die Nachrichten aus den Stadtteilen: Autofahrer werden angehalten, teilweise kommt es zum Einsatz körperlicher Gewalt.
Die Stadt scheint einem Kriegsschauplatz zu gleichen. Auf einer Strasse nahe des Stadtzentrums, einer der letzten mit aktivem Einzelhandel und Gastronomie schicken derweil die Motorradclubs ihre Lockvögel vor.
Die Sicherheitskräfte melden einen erfolgreichen Einsatz und es kehrt wieder Ruhe ein.
Wieder ist ein Schritt zur "EHfS" getan.
"Haben wir nun alles?"
"Wenn wir die Sache mit dem Kaufhaus endlich hinter uns gebracht haben, sollten die restlichen Hürden kein Problem mehr darstellen. Leider werden die Bürger langsam aufsässig. Da muss uns was einfallen."
"Kein Problem, morgen wird es im Radio ein Interview mit einem Akademiker geben, der den Leuten erklären wird, warum es Einkaufszentren an den Stadträndern geben soll und die Innenstädte ruhige Wohnanlagen mit vielen Grünflächen und Café's sein sollen. Glauben sie mir, wenn ihnen das ein Akademiker mit einem wichtigen Titel sagt werden sie es glauben. Immerhin sind sie ja auch dumm genug uns zu wählen."
"Gut, gut. Was diese kleine Einkaufsstrasse betrifft, da wird es auch nicht mehr lange Geschäfte geben, nicht wahr meine Herren?"
Drei Männer nickten, worauf hin jeder von ihnen einen Aktenkoffer bekam. Zufrieden verliessen die Herren in der seltsamen Kleidung, die einen an die Ordner diverser Rock- und Metalkonzerte erinnerte den Raum.
Wieder ein Schritt mehr geschafft zur Operation "EHfS" EinzelHandels freie Stadtmitte.
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