Zweimal Silber in Gelsenkirchen!

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Morad Möllenbeck
 
Morad Möllenbeck
Mülheim an der Ruhr: RWE-Sporthalle | Am Samstag, dem 09.07.2016, war in Gelsenkirchen der Finaltag der diesjährigen NRW-Meisterschaften im olympischen Amateurboxen.

Ausgerichtet durch den BC Gelsenkirchen-Erle standen insgesamt 17 Finalpaarungen im Sportzentrum Schürenkamp an und die Zuschauer erlebten nicht nur erstklassige Kämpfe, sondern sahen auch vielleicht an diesem Tag das ein oder andere Talent auf seinem Weg zu den olympischen Spielen 2020.

Seitens des hiesigen Boxclub Mülheim-Dümpten e.V. konnten sich direkt zwei Athleten den Weg über die Viertelfinale in Wesel und das Halbfinale in Köln ins Finale nach Gelsenkirchen bahnen.

Der Club hatte also mit Furgan Yigit, im Weltergewicht (bis 69 kg) und Morad Möllenbeck, im Halbweltergewicht (bis 64 kg) direkt zwei heiße Kandidaten für die Titelanwartschaft im Feuer und wie zu erwarten, gab es harte Kämpfe, denn ihre Kontrahenten waren auch „nicht ohne“.

So eröffnete Furgan Yigit den Dümptener Reigen, sein Kontrahent war der Wattenscheider Lukas Hellmich vom BSC Wattenscheid, seines Zeichens mehrfacher Westfalenmeister und Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften im letzten Jahr.

Der Wattenscheider machte von Anfang sehr viel Druck und suchte den Innenkampf, versuchte die Reichweitenvorteile von Furgan zu neutralisieren. Es entwickelte sich ein über drei Runden eng und hart geführter Kampf.

Durch eine Unachtsamkeit schickte Hellmich den Dümptener Mitte der zweiten Runde mit einem krachenden Cross zu Boden, so dass Furgan Zeit nehmen musste.
Furgan steckte jedoch nicht auf, kämpfte sich wieder zurück und konnte den Kampf lange offen halten.

Letztendlich war jedoch der Wattenscheider an diesem Tag der stärkere Mann im Ring, dies sahen die Punktrichter zu Recht genauso und kürten Lukas Hellmich mit einem Punktsieg zum neuen NRW-Meister im Weltergewicht.

Silber war der Lohn des Zweiplatzierten und für Furgan auch eine Belohnung für die in diesem Jahr konstant gute Leistung bei den Meisterschaften, sowohl Nordrhein-, Niederrhein-als auch NRW-Meisterschaften.

Wladimir Frühsorger vom SC Colonia Köln, das war das harte Los, welches auf Morad Möllenbeck im Finale des Halbweltergewichts wartete.

Der zum Perspektivteam des Olympiastützpunkt Rheinland gehörende Kölner hat nicht nur ein imponierende Kampfanzahl, nein, seiner sportlichen Vita ist, neben dem bisherigen mehrfachen Gewinn der NRW-Meisterschaften, 2013 der Gewinn der Deutschen Meisterschaft zu entnehmen, sowie 2012 und 2015 der Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften.
Auch Einsätze für die Nationalstaffel stehen zu buche, so nahm er 2014 an den Weltmeisterschaften teil.

Wer den jungen Dümptener kennt, weiß, dass er sich davon nicht beeindrucken lässt und immer nach seiner Chance sucht.

So sahen die Zuschauer einen Kampf auf wirklich Spitzenniveau zweier guter Athleten.

Morad präsentierte sich glänzend eingestellt und auf dem Punkt topfit.

In gewohnter Manier war er auf schnellen Beinen unterwegs und versuchet über Kombinationen aus Geraden der Führungs- und Schlaghand zu punkten. In der ersten Runde fehlte es hier teilweise noch an der richtigen Distanz und der Kölner gelangte auch über Kombinationen von Aufwärts- und Seitwärtshaken ans Ziel.

Es war eine knappe erste Runde, die jedoch letztendlich die Kölner Ecke für sich verbuchen konnte.

Wer dachte, dass die beiden Athleten ihr Tempo nicht halten können, wurde dann eines besseren belehrt.

Auch mit Gongschlag zur zweiten Runde gingen Beide wieder ein hohes Tempo, doch diesmal stimmte das Distanzgefühl von Morad und mit schönen Aktionen und guten Treffern ging die Runde an ihn.

Unentschieden, also hatte die folgende dritte Runde über die Vergabe des Titels zu entscheiden.

Und es bahnte sich die Sensation an, denn auch hier war der Dümptener am „Drücker“, setzte mehr Treffer und war insgesamt der aktivere Posten, es war seine Runde. Immer wieder konnte er punkten und sich den Aktionen seines Kontrahenten entziehen.

Über drei Runden betrachtet war es ein Kampf auf Augenhöhe und wirklich gutem Niveau, das sahen die Zuschauer ebenso und honorierten die wirklich guten Leistungen beider Athleten mit großem Beifall.

Die Punktrichter sahen dann jedoch die Kölner Ecke vorne, so dass es für Morad bei Silber blieb. Dies war nicht nur für die Dümptener Ecke nicht nachvollziehbar, denn der Kampf wurde nicht abgegeben.

Ein „Trostpflaster“ blieb Morad dann doch, aufgrund seiner guten und konstanten Leistungen über die gesamte Meisterschaft hinweg, wurde er für die diesjährigen Deutsche Meisterschaften, welche im November in Straubingen stattfinden, nominiert.
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