"Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“

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Erläuterung von Prof. Dr. Roland Günter zu der sozial-kulrurellen Wichtigkeit des Haus der Jugend und seiner notwenigen Positionierung in der Stadthistorie mit Erklärungen zur Baukunst des damligen, bereits verstorbenen, Architekten Aribert Riege.
Oberhausen: Haus der Jugend |

Unbequeme Denkmale auch im Marien- und Rathausviertel in Oberhausen?

Das Motto des diesjährigen Tag des offenen Denkmals vom 08.09.2013, wurde von dem Verein „wir sind Oberhausen e.V.“ positiv aufgegriffen. Der gemeinnützige Verein, der sich um soziale und kulturelle Belange für Oberhausen bemüht, belegte diese These durch anschauliche Bilder bei Rundgängen durch das Marien- und Rathausquartier von Alt-Oberhausen. Denn gerade dort gibt es, was man nicht vermuten würde, zahlreiche Gebäude, wie das ehemalige Lyzeum, frühere "Höhere Töchterschule", oder auch das Haus der Jugend, um nur wenige zu benennen, die zu baufälligen Ruinen verwahrlosen. Unterstützt von Prof. Dr. Roland Günter, der den ersten Rundgang ausführlich und anschaulich präsentierte, bewegte sich eine Vielzahl an Menschen durch das Quartier und erfuhr vertiefte Eindrücke zur frühen Stadtgeschichte und seiner Entwicklung. Selbst das Ebertbad war ursprünglich Bauruine und sollte seitens Stadtverwaltung aufgegeben werden, interessierte Bürger wie Roland Günter machten sich für den Erhalt dieses wichtigen Zeitzeugen stark. Ein weiterer Rundgang bescherte Einblicke in verschiedene Baudenkmäler. Die Stadtvilla eines früheren, wohlhabenden Glasfabrikanten, C. M. Becker, Zugang durch die heutigen Besitzer, Familie Schnaedter, gewährt, beeindruckte die Besucher ebenso, wie der Besuch des Ebertbades und seines Kellergewölbes sowie der Marienkirche, die das Quartier nicht nur städtebaulich und namentlich prägte. Knapp 100 Menschen nutzten das Angebot des Vereins und besuchten auch den Treff- und Info-Punkt im Pfarrzentrum der kath. Großgemeinde St. Marien Oberhausen. Bildbände zur Stadthistorik sowie Infomaterial, wie z.B. "Schichtwechsel", standen den Besuchern zur Verfügung. Auf Grund der großen Nachfrage kann sich der Verein vorstellen, regelmäßige Führungen durch dieses Stadtquartier anzubieten. Roland Günter und Guido Horn, beide Mitglieder des Vereins und Initiatoren der Führungen, waren von dem Zuspruch der Bürger begeistert.
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