Peter Carp geht ins Breisgau

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Offenbar zieht es Peter Carp, Intendant des Theaters Oberhausen, in den Süden von Deutschland. Ab der Spielzeit 2017/2018, so steht es in der Badischen Zeitung, wird er im Breisgau, am Theater Freiburg, die Intendanz übernehmen.



Der demnach vorzeitige Weggang von Peter Carp fügt dem Theater mit Sicherheit einen großen Verlust zu.
Eigentlich läuft der Vertrag des Intendanten mit dem Oberhausener Haus bis zum Ende der Spielzeit 2017/2018, doch die angekündigte Übernahme der Freiburger Intendanz bereits zu diesem Zeitpunkt legt den Schluss nahe, dass Peter Carp seinen Vertrag vorzeitig auflösen wird.
Zwar, so ist es ebenfalls der Badischen Zeitung zu entnehmen, muss noch der Gemeinderat Freiburgs in seiner Sitzung am 6. Oktober der Entscheidung zustimmen und es müssen auch „noch Gespräche mit der Stadt Oberhausen als Rechtsträger geführt werden“, das aber ist offenbar nur noch reine Formsache. Denn die „gemeinderätliche Findungskommission hat sich mit großer Mehrheit für Peter Carp als neuen Intendanten ausgesprochen“.

Lebendiges und innovatives Theater



Zur Begründung, warum Peter Carp den Zuschlag für die Intendanz erhalten hat, wird im Übrigen folgendes geschrieben: „Carp stehe für ein lebendiges, innovatives Theater, das zum einen international ausgerichtet ist, aber auch in die Stadtgesellschaft hinein wirkt und insbesondere auch jüngere Zuschauer erreichen möchte.“
Für Oberhausen fallen in sein Verantwortungsgebiet Inszenierungen wie das mehrfach preisgekrönte Stück „Nora - oder ein Puppenhaus“, von Gastregisseur Herbert Fritsch, das unter anderem am Theatertreffen in Berlin teilgenommen hat.

Konsequenz logisch



Mit Bedauern kommentiert Kulturdezernent Apostolos Tsalastras den beabsichtigten Wechsel des Oberhausener Theaterintendanten Peter Carp nach Freiburg. „Mit Peter Carp verlieren wir einen engagierten, profilierten und exponierten Theatermann, der dem Oberhausener Schauspiel seit 2008 wertvolle Impulse gegeben und unser Theater hervorragend positioniert hat“, so Tsalastras. „Der Wechsel ist sehr schade, aber in der Konsquenz auch logisch. Denn es waren gerade dieser Ruf und diese Arbeit, die Peter Carp schon in den vergangenen Jahren für die Leitung größerer Häuser empfohlen haben.“
Tsalastras war schon vor der Entscheidung in Freiburg durch Peter Carp „persönlich ins Vertrauen gesetzt worden“. Kommt es zum Wechsel ins Badische, schlägt der Kulturdezernent für die Regelung der Carp-Nachfolge die Einrichtung einer Findungskommission unter Beteiligung des Deutschen Bühnenvereins vor. „Damit haben wir schon beste Erfahrungen gesammelt - nämlich bei der Verpflichtung von Peter Carp.“
Daniel Schranz, Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadt, empfindet den Weggang Carps als großen Verlust: „Er macht ebenso ambitioniertes wie interessantes Theater. Doch manchmal braucht es offenbar den Wechsel“, so seine Aussage.
Carp sei ein richtig guter Intendant, der Theater mit Anspruch aber auch begreifbar mache. Durch ihn habe sich das Theater der Stadt geöffnet.
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