Aubameyang entzaubert Stuttgart bei Kramny-Debüt

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Pierre-Emerick Aubameyang (r.) ist an jedem zweiten Dortmunder Tor in dieser Saison beteiligt. (Foto: Stephan Schütze)
 
Eric Maxim Choupo-Moting traf erstmals seit dem ersten Spieltag am 15. August wieder in der Bundesliga. (Foto: Gerd Kaemper)

Der BVB bleibt in der Bundesliga der einzig ernstzunehmende Bayern-Jäger. Gegen den VfB Stuttgart gewann Dortmund 4:1. Das 1:1 zwischen Leverkusen und Schalke hilft beiden Teams nicht wirklich weiter.

Für Jürgen Kramny war es ein Debüt zum Vergessen. Der Interimstrainer beim VfB Stuttgart musste bei seinem ersten Spiel eine herbe Auswärtsschlappe hinnehmen. Bei der zehnten Saisonniederlage musste die schwächste Defensive der Liga (35 Gegentore) vier Gegentreffer in Dortmund hinnehmen, wodurch man auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschte. Der BVB hingegen feierte nicht nur nach zwei Pflichtspiel-Niederlagen (1:3 in Hamburg und 0:1 in Krasnordar) ein gelungenes Comeback, sondern auch Pierre-Emerick Aubameyang. Der Gabuner schnürte bereits seinen dritten Doppelpack im 14. Spiel und schoss damit den VfB praktisch im Alleingang ab. Durch seine Tore 16 und 17 hat BVBs Top-Torjäger nun schon drei Treffer Vorsprung auf Robert Lewandowski vom FC Bayern München.

BVB-Kapitän Mats Hummels gegen Stuttgart nur auf der Bank

Beim deutlichen Heimsieg überraschte Trainer Thomas Tuchel damit, seinen Kapitän Mats Hummels und Stammspieler Julian Weigl eine Verschnaufspause auf der Ersatzbank zu gönnen. Insbesondere Hummels dürfte diese Pause alles andere als ungelegen kommen. Der Innenverteidiger hatte bei den vergangenen Pflichtspielen entscheidenden Anteil an den Niederlagen und zeigte sich zuletzt formschwach. Hummels wurde aber immerhin noch eingewechselt und spielte ab der 80. Minute für Marco Reus. Weigl war in der 60. Spielminute für Shinji Kagawa eingewechselt worden. Held des Spiels blieb aber natürlich Aubameyang, der nun schon an 20 der 43 Dortmund-Treffer beteiligt war und damit den zweiten Tabellenplatz fast im Alleingang zementiert(e).

Dass Dortmund aber von Gut und Böse weit entfernt ist, liegt einerseits daran, dass der FC Bayern München weiter in einer eigenen Liga spielt und durch den 2:0-Erfolg über Hertha BSC den 13. Sieg im 14. Spiel feierte und dadurch schon acht Punkte Vorsprung auf den BVB hat. Andererseits hat die Tuchel-Elf sieben Punkte Vorsprung auf Platz Drei, den der VfL Wolfsburg inne hat. Die „Wölfe“ patzten beim bisherigen Vorletzten FC Augsburg und kamen dort nicht über ein 0:0 hinaus. Augsburg wiederum kämpft sich weiter aus dem Tabellenkeller heraus. Nach dem 4:0-Sieg vor einer Woche in Stuttgart, blieb die Weinzierl-Elf nach der 2:3-Niederlage am Donnerstag in der Europa League gegen Athletic Bilbao, in der Bundesliga am heutigen Sonntag erneut ohne Gegentor und kletterte auch dank der 1:4-Niederlage der Stuttgarter auf den drittletzten Rang hoch und hat nun nur noch drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, das der SV Werder Bremen belegt. Die Norddeutschen verloren den Klassiker gegen den Hamburger SV mit 1:3 und enttäuschten nach der 0:6-Klatsche vor einer Woche in Wolfsburg erneut.

Riethers erstes Eigentor im 233. Bundesliga-Spiel rettet Leverkusen

Schalke enttäuschte am 14. Spieltag nur zeitweise. In Leverkusen spielte der S04 1:1 Unentschieden und muss damit weiter auf den nächsten Bundesliga-Sieg seit dem 17. Oktober (2:1 gegen Hertha BSC) warten. Zwar begann das Team von Trainer André Breitenreiter bei Bayer 04 in den ersten 25 Minuten gut, baute dann aber unerklärlicherweise ab. Der Gastgeber scheiterte entweder an der Latte oder am eigenen Unvermögen, um nicht schon zur Halbzeit die Partie zu entscheiden. Dennoch blieb es beim 0:0 zur Halbzeit, aus der die Schalker besser herauskamen und nicht unverdient durch Eric Maxim Choupo-Moting in Führung gingen (50.), nachdem der starke Leon Goretzka vorlegte. Für Choupo-Moting war es der erste Bundesliga-Treffer seit dem 1. Spieltag, als Schalke 3:0 in Bremen gewann. Bereits am Donnerstag hatte der Kameruner den 1:0-Siegtreffer in der Europa League gegen Nikosia erzielt.

Dass die Königsblauen nicht als Sieger vom Platz gingen, hatten sie ausgerechnet dem eigenen Verteidiger Sascha Riether zu verdanken. Der erzielte allerdings sehr unfreiwillig fünf Minuten vor Spielschluss per Eigentor das 1:1, nachdem Torwart Ralf Fährmann einen Bayer-Schuss gegen dessen Kopf lenkte, von wo aus das runde Leder im Netz der Schalke landete. Für Riether war es im 233. Bundesliga-Spiel das erste Eigentor. Torschütze und Teamkollege Choupo-Moting versuchte ihn nach der Partie allerdings sofort wieder aufzubauen. „Sascha ist ein Veteran. Den haut so schnell nichts um“, gab der Stürmer lachend zu Protokoll. Derweil beeindruckte auch ein Leverkusener mit einer Zahl. Stefan Kießling wurde zwar wieder einmal nur eingewechselt und ist in dieser Saison hinter Neuzugang Chicharito nur Ersatz, kam aber gegen die „Knappen“ zu seinem 300. Spiel für die Bayer-Elf.
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