Über Fußball, Größenwahn und Korruption im Ruhrgebiet

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Das Platanendorf
 
Herbert Heidtmann

Herbert Heidtmanns zweiter Roman „Das Platanendorf“ ist erschienen

Schon mit seinem Romandebüt "Die Platanenbörse", ein Ruhrgebiets-Politroman, erzielte der Autor Herbert Heidtmann aus Werne einen Achtungserfolg. Vor allem im Ruhrgebiet meinten viele Städte wie Kamen, Werne oder Unna, sich in der fiktiven Stadt "Hausen" zu erkennen. Identifikationspotential und Lokalkolorit waren also zur Genüge vorhanden. Nun legt Heidtmann einen zweiten Ruhrgebietsroman vor.

Ein Roman über Fußball, Freundschaft, Schmiergeld und Größenwahn


Wie können es sich kleine Fußballvereine eigentlich leisten, in die Erste Bundesliga aufzusteigen? Da müssen schwere Geldgeber im Hintergrund agieren, aber was passiert, wenn deren Millionen nicht ganz sauber sind? Von dieser spannenden Frage inspiriert, strickte Herbert Heidtmann seinen zweiten Roman „Das Platanendorf“. Als Fußballfan und Amateurfußballer hatte er die Idee, in seinem Roman einen Kreisklasseclub in die Bundesliga aufsteigen zu lassen, inspiriert durch Clubs wie Paderborn oder Hoffenheim. Die Erfolgsgeschichte dahinter bietet Potential für spannende Fiktion über Fußball und Freundschaft, Schwarzgeldkonten und Schmiergeldaffären, Größenwahn und Kungeleien geht. Natürlich darf wieder eine gute Portion Ruhrgebietskolorit wie schon in seinem Erstlingswerk „Die Platanenbörse“ nicht fehlen.
Die fiktive Ruhrgebietsstadt „Hausen“ bzw. der Ortsteil „Niederhausen“ vereint viele typische Eigenheiten von Ruhrgebietsstädten, ohne eine konkrete abzubilden. Das Buch ist eine Hommage an den Fußball im Ruhrgebiet; die Mund- und Lebensart der Ruhrpottler wird allerdings unironisch abgebildet. Durch die knappe und direkte Art können die Bewohner der Stadt komplexe Ereignisse klar auf den Punkt bringen.

Die Story

Die Gebrüder Lutz und Kalle Hof, die der aufmerksame Leser noch aus dem ersten Roman des Werner Autors kennt, haben ihre Millionen im Rotlichtmilieu gemacht und einen nicht unerheblichen Teil auf Schwarzgeldkonten in der Schweiz gebunkert. Nun wollen sie es in Deutschland wieder reinwaschen, und da kommt es gerade recht, dass der ehemalige Fußballprofi „Pele“ Brügmann am Ende seiner Karriere in sein Heimatdorf Niederhausen zurückkehrt. Als Trainer der ersten Mannschaft des SuS Niederhausen setzt er mit den beiden Jungstars Micha und Wolle, die von vielen Bundesligaclubs heiß umworben werden, zum fußballerischen Höhenflug an.
Geschickt binden die Gebrüder Hof die beiden Fußballer und ihre Freundin Chrissi in ein gigantisches Stadion-Projekt ein: Das „Platanendorf“, ein von Platanen umwachsendes Sportgelände („Niederhausener Höhe“), auf dem eine Amüsiermeile mit Stadion entstehen soll! Überzeugt, für ihren Verein und ihre gebeutelte Heimatstadt das Richtige zu tun, geraten die drei immer tiefer in einen Sumpf aus Korruption und Bestechung.

Vom Fußballverein über das Rotlichtmillieu bis hin zur Stadtverwaltung der Gemeinde Niederhausen stecken alle mit drin und wollen ihr Stückchen vom Kuchen beim Bau des „Platanendorfs“ abgreifen.

Doch natürlich läuft nicht immer alles glatt. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt, gibt es immer noch Idealisten, die dem Mammutprojekt skeptisch und ablehnend gegenüberstehen, z.B. der alte Bauer Göbelmann, dessen Land für den Stadionkomplex benötigt wird und der kein Stück davon abgeben will. Wie es gelingt, diese „Hindernisse“ aus dem Weg zu räumen, erzählt Herbert Heidtmann sehr spannend und mit viel erzählerischem Geschick. Der Leser wird gepackt werden und nicht abwarten können, wie die Geschichte sich weiterentwickelt, welche Strippen die Akteure ziehen und welche Getriebe sie schmieren müssen, um ans Ziel zu gelangen.

Die Figuren des Romans


Heidtmann nimmt immer wieder Bezug zum Erstlingswerk „Die Platanenbörse“ (erschienen 2010, bisher 4. Auflage). Nebenfiguren aus „Die Platanenbörse“ treten deutlicher in den Fokus, z.B. die im Klappentext erwähnten Geldgeber Gebrüder Hof sowie Bauer Göbelmann.

Die Hauptfiguren – die Fußballer Micha und Wolle, dessen Frau Chrissi – und deren Beziehungen, Hintergründe und charakterlichen Veränderungen durch die Erzählung hindurch stehen im Fokus. Die Figuren sind sehr glaubhaft gezeichnet durch charakterliche Tiefe, Entwicklungen durch die Geschichte, Beziehungsgeflecht, Hintergrundgeschichten und bieten durchaus Wiedererkennungspotential.

Das Buch widmet sich darüber hinaus den folgenden Fragen: Welche Strippen muss man ziehen, welche „Räder“ schmieren, um das Vorhaben „Platanendorf“ umzusetzen? Welche Hindernisse (auch menschliche) muss man aus dem Weg räumen? Geht man über Leichen? Wie verändert solch ein Vorgehen die redlichen Beteiligten? Wie werden Aktionen der zwielichtigen Figuren bestraft?

Über den Autor

Herbert Heidtmann, Jahrgang 1948, geboren und aufgewachsen in einer kleinen Stadt im Ruhrgebiet, lebt seit 30 Jahren in Werne. Er spielt hier seit Jahren Tennis im Verein und war Fußballer beim SV Stockum.

Seine Romane leben vom Lokalkolorit des Ruhrpotts, den Eigenarten und der Mundart in der liebenswert ehrlichen Bergbauregion. Dabei wirft er gerne einen Blick hinter die Kulissen der mächtigen Strippenzieher und deckt dubiose Geldgeschäfte, Kungeleien und kriminelle Machenschaften auf.

"Das Platanendorf"
erschienen im Ventura Verlag
ISBN 978-3-940853-26-4
Paperback
520 Seiten
14,90 EUR
Überall im Buchhandel erhältlich!
www.ventura-verlag.de
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